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StartseiteVerbrauchertippAußenantennen als Alternative bei schwachem Empfang27.02.2017

Umstellung auf DVB-T2Außenantennen als Alternative bei schwachem Empfang

Ende März wird in Deutschland die neue DVB-T2-Empfangstechnik beim Antennenfernsehen eingeführt. Wer schwachen Empfang hat, für den könnte eine Außenantenne die Lösung sein. Sie sind einfach anzubringen und halten Wind und Wetter stand. Die Stiftung Warentest hat zwölf Modelle untersucht und davon drei mit "sehr gut" bewertet.

Von Dieter Nürnberger

Antennen für den Empfang von DVB-T2 werden in einem Elektronikmarkt in Berlin angeboten.  (picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa)
Antennen für den DVB-T2-Empfang im Haus: Wer nur schwachen Empfang hat, sollte sich außerdem eine Außenantenne besorgen. (picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa)
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Draußen ist der Empfang besser als drinnen. Diese alte Erkenntnis des Antennenfernsehens gilt weiterhin - auch im digitalen Zeitalter. Wobei sich vom äußeren Erscheinungsbild her schon viel verändert hat. Die Außenantennen heutzutage ähneln eher Empfangsboxen, sie sind nicht viel größer als ein Buch oder eine Keksschachtel. Die Stiftung Warentest untersuchte 12 Außenantennen für den Empfang von DVB-T2 - und überraschend war, dass trotz eigentlich ausgereifter Antennentechnik nur drei Modelle einen wirklich guten Empfang garantierten. Warentester Peter Knaak:

"Tatsächlich ist aber wohl die Qualität der eingebauten Verstärker, wir reden hier über Aktiv-Antennen, die das empfangene Signal noch mal verstärken, bevor es zum Fernseher geschickt wird, nicht so gut. Die kann man wohl auch sehr billig bauen, das haben wir gemerkt. Dann haben einige Antennen auf manchen Kanälen gar kein Signal gebracht, da war richtig ein Ausfall. Das muss einfach nicht sein. Drei haben es sehr gut geschafft. Das zeigt: es geht ja."

Idealer Standort: ein Balkongeländer

Wichtig für eine Außenantenne ist natürlich der Standort. An leicht zugänglichen Orten, wie beispielsweise einem Balkongeländer, lassen sich die Antennen auch ohne große handwerkliche Fähigkeiten befestigen.

"Die Antennen selbst halten auch das widrigste Wetter ganz gut aus. Wir haben es geprüft: Salznebel drüber fluten lassen, wir haben also tatsächlich Küstenbetrieb simuliert. Antennenmäßig wurde das gut überstanden, allerdings waren sämtliche Metallteile zur Befestigung mehr oder weniger verrostet. Teilweise so schwer, dass wir die gar nicht mehr von Hand lösen konnten. Aber das ist eher ein handwerkliches oder optisches Problem."

Fast alle Hersteller liefern Gummi- oder Plastikhüllen mit, die über die Stecker geschoben werden können, um sie gegen Nässe zu schützen. Zur Verbindung zwischen Antenne und Fernsehgerät eignen sich auch Flachkabel inzwischen sehr gut, denn sie lassen sich unter Fenster- oder Türdichtungen hindurchführen. Löcher bohren ist dann nicht mehr notwendig. Ein wichtiger Aspekt bei der Montage, sagt Peter Knaak. 

"Wichtig ist, dass die Antenne innerhalb der Silhouette des Hauses bleiben sollte. Also nicht zu weit nach außen oder in Richtung Dach ragen sollte. Wegen des Blitzschutzes - der wäre dann nämlich nötig und eine Sache des Fachmanns. Das zweite ist da dann auch die rechtliche Frage: Darf ich so eine Antenne montieren? Da sind die Gerichte bei Satellitenantennen der Meinung gewesen, wenn die Antenne unauffällig ist und keine Löcher durch Wände oder Fensterrahmen gebohrt werden, dann sollte der Vermieter das auch akzeptieren. Das wird wohl auch für diese Antennen gelten."

Außenantennen als Alternative bei schwachem Empfang

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Empfangsqualität erreichten nur vier Produkte eine gute oder sogar sehr gute Bewertung. Vorn liegen die Außenantennen der Hersteller "Axing" und "Katrein" für 99 beziehungsweise 64 Euro.

"Sehr guter Empfang, aber eben auch alles mitgeliefert, was für die Montage und den Anschluss an den Fernseher nötig ist. Das bietet die billigste mit sehr gutem Empfang - eine Antenne von "Funke" - nicht. Die kostet zwar nur 40 Euro, aber man muss sich alles für die Montage, beispielsweise auch für Kabel und Stecker, hinzukaufen. Das relativiert den Preisvorteil." 

Für all jene also, die im Haus einen vergleichsweise schwachen Empfang haben, gibt es somit Alternativen. Allerdings sind Außenantennen für DVB-T2 in der Regel etwas teurer als die Zimmerantennen.

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