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UmweltschutzBUND beklagt Zustand deutscher Gewässer

Die Elbe aufgenommen am 27.08.2014 bei Bleckede (Niedersachsen). (picture alliance / dpa / )
Die Elbe bei Bleckede (picture alliance / dpa / )

Die meisten Gewässer in Deutschland sind nach Angaben der Umweltorganisation BUND in einem "beklagenswerten Zustand".

Neun von zehn Seen und Flüssen litten unter anderem unter Belastungen durch Landwirtschaft und Industrien oder dem Ausbau von Wasserstraßen, erklärte der BUND bei der Vorstellung eines Gewässerreports, der auf Daten des Bundesumweltamts basiert. Demnach sind 92 Prozent der Gewässer durch Schadstoffe und Bauarbeiten belastet.

Der Fluss, der in Deutschland noch am ehesten als naturnah gilt, sei die Elbe, weil sie auf 400 Kilometern frei fließen kann. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger rief die Bundesregierung und die EU-Kommission in Brüssel auf, sich einer Aufweichung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu widersetzen. Diese schreibt Qualitätsstandards für Seen, Flüsse und Grundwasser vor. Die meisten Gewässer in Deutschland erreichen diese Standards nicht.

Der Gewässerreport beurteilt den ökologischen Zustand der Gewässer. Das hat nichts mit der Badequalität zu tun, über die es regelmäßig Berichte gibt. Dabei geht es vor allem um Krankheitserreger.

Einen Beitrag zum Thema aus der Sendung "Umwelt und Verbraucher" können Sie hier lesen und hören.

Diese Nachricht wurde am 17.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.