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Unbetretbar?

Wege ins Moor

Von Günter Beyer

Moorlandschaft - Hohes Venn
Moorlandschaft - Hohes Venn (Paul Stänner)

Deutschland scheint bis zum letzten Quadratmeter bekannt und vermessen, weiße Flecken auf der Landkarte scheint es nicht mehr zu geben. Und doch: Selbst hierzulande existieren weiträumige, unbesiedelte und offenbar unbetretbare Gebiete - die Moore.

Das Moor ist ein Zwitter zwischen Erde und Wasser, zwischen fest und flüssig, geprägt von der rauen Schönheit, einer kargen, artenarmen Tier- und Pflanzenwelt. Lange war das Moor nur Ärgernis.

Seit Jahrhunderten schickte man die Verlierer ins Moor: Man zwang Sträflinge, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge als "Moorsoldaten", die letzten großen Moore urbar zu machen.

Inzwischen sind die Moore in Deutschland viel kleiner geworden. Das Feature beschreibt Menschen, die im und mit dem Moor leben: Landwirte, die noch gelegentlich zum Torfstechen hinausgehen.

Naturschützerinnen, die abgetorfte Flächen wieder vernässen. Archäologen, die die Moore als einmalige Schatzkammern der Menschheitsgeschichte schätzen. Das Moor-Liedgut und die Literatur zeichnen meist ein düsteres Bild. Ist da, wo die Wege enden, wirklich kein Durchkommen mehr?


Regie: Uta Reitz
DLF 2009

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