Freistil / Archiv /

 

Unbetretbar?

Wege ins Moor

Von Günter Beyer

Moorlandschaft - Hohes Venn
Moorlandschaft - Hohes Venn (Paul Stänner)

Deutschland scheint bis zum letzten Quadratmeter bekannt und vermessen, weiße Flecken auf der Landkarte scheint es nicht mehr zu geben. Und doch: Selbst hierzulande existieren weiträumige, unbesiedelte und offenbar unbetretbare Gebiete - die Moore.

Das Moor ist ein Zwitter zwischen Erde und Wasser, zwischen fest und flüssig, geprägt von der rauen Schönheit, einer kargen, artenarmen Tier- und Pflanzenwelt. Lange war das Moor nur Ärgernis.

Seit Jahrhunderten schickte man die Verlierer ins Moor: Man zwang Sträflinge, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge als "Moorsoldaten", die letzten großen Moore urbar zu machen.

Inzwischen sind die Moore in Deutschland viel kleiner geworden. Das Feature beschreibt Menschen, die im und mit dem Moor leben: Landwirte, die noch gelegentlich zum Torfstechen hinausgehen.

Naturschützerinnen, die abgetorfte Flächen wieder vernässen. Archäologen, die die Moore als einmalige Schatzkammern der Menschheitsgeschichte schätzen. Das Moor-Liedgut und die Literatur zeichnen meist ein düsteres Bild. Ist da, wo die Wege enden, wirklich kein Durchkommen mehr?


Regie: Uta Reitz
DLF 2009

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Freistil

PorträtHardcore Zen - Die unorthodoxen Lehren des Brad Warner

Ein Porträt von Brad Warner.

Brad Warner war Bassist von Zero Defex, einer Hardcore-Punk-Band in den USA. Dann ging er nach Japan, um B-Movie-Monsterfilme wie "Godzilla" oder "Ultraman" zu animieren.

WachstumHöher, breiter, schneller, weiter? Vom Wachstum auf Gedeih und Verderb

Der Shanghai Tower erreichte am 3. August 2013 seine Endhöhe von 632 Metern. Damit ist er das höchste Gebäude Chinas und das zweithöchste der Erde nach dem Burj Khalifa in Dubai (828 Meter).

"Seid fruchtbar und mehret euch" - ob biblische Uraufforderung oder genetisches Programm: Leben heißt wachsen. Was nicht gedeiht, verdirbt.

PauseVon großen und kleinen Unterbrechungen

Eine Frau sitzt bei Sonnenschein auf einem Stuhl

Der Begriff Pause stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Ruhe oder Stillstand. Eine Pause kann regenerativ, schöpferisch-kreativ, bedeutungsvoll oder einfach notwendig sein.