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"Und dann haben sie aufgehört zu arbeiten"

Eine alternative Integrationsgeschichte

Von Peter Kessen

Stahlarbeiter während eines Warnstreiks
Stahlarbeiter während eines Warnstreiks (AP)

Wenn im Zusammenhang mit Migration von "Integration" die Rede ist, stehen meist die Defizite im Vordergrund. Obwohl die Menschen unterschiedlicher Herkunft zuerst in der Arbeitswelt aufeinandertrafen, spielt eine daraus resultierende Geschichte meist keine Rolle: die Historie der internationalen Streiks in Deutschland.

Das Feature von Peter Kessen ist eine "Oral History" der Arbeitskämpfe der eingewanderten Menschen in der Bundesrepublik. Es handelt vom wilden Streik im "Italienerdorf" in Wolfsburg im November 1963, vom legendären "Türkenstreik" bei Ford im August 1973, den streikenden Arbeiterinnen bei der Pierburg GmbH in Neuss und von der sechsmonatigen Arbeitsniederlegung bei Gate Gourmet am Düsseldorfer Flughafen. Der Autor hat eine Recherchereise an die Orte legendärer Arbeitskämpfe unternommen, dokumentiert die Stimmen der Pioniere und heutiger Aktivistinnen und Aktivisten, erkundet aber auch die Gegenwart eines Managements, das unter dem Stichwort "Diversity Management" die feinen Unterschiede der Herkunft als Ressource nutzbar machen möchte.

Produktion: Deutschlandfunk 2009


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