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Seit 18:40 Uhr Hintergrund
StartseiteSternzeitKepler und die Aliens 25.01.2016

Unerklärlicher Lichtwechsel eines Sterns Kepler und die Aliens

Der NASA-Satellit Kepler hat einige Jahre lang die Helligkeit zahlreicher Sterne präzise überwacht und auf diese Weise über tausend Planeten entdeckt, die diese Sterne umkreisen. Er hat aber auch viele Sterne mit kuriosem Leuchtverhalten gefunden.

Von Dirk Lorenzen

Der Stern KIC 8462852, beobachtet vom Keck-Teleskop auf Hawaii (Keck)
Der Stern KIC 8462852, beobachtet vom Keck-Teleskop auf Hawaii (Keck)

Besonders interessant ist der Stern KIC 8462852. Er zeigte jahrelang einen völlig unvorhersehbaren Lichtwechsel. Seine Helligkeit brach immer wieder ein, mal um zehn Prozent, mal um 80.

Manche Einbrüche dauerten einige Tage, andere etliche Wochen. Die Astronomen rätseln, was hinter diesem ungewöhnlichen Verhalten steckt.

Vor einigen Monaten kam ein Forscherteam zu dem Schluss, eine Kometenwolke, die den Stern umkreist, sei die wahrscheinlichste Erklärung für die Helligkeitseinbrüche.

Der US-Astronom Jason Wright hat in seinem Blog allerdings auch eine Variante diskutiert, die er selbst für die unwahrscheinlichste hält: Demnach hat eine fremde Zivilisation planetengroße Solarzellenflächen gebaut oder andere riesige Strukturen, die einen unregelmäßigen Lichtwechsel des Sterns verursachen.

Britische Boulevard-Medien bauschten dies zur vermeintlichen Sensation auf, der Keplersatellit habe eine fremde Zivilisation entdeckt. Das ist natürlich Unsinn, auch wenn Forscher des SETI-Instituts für die Suche nach außerirdischer Intelligenz tatsächlich nach Radiosignalen aus dieser Richtung horchen.

Die Kepler-Sonde der NASA sucht unter anderem nach erdähnlichen Planeten in der Milchstraße (NASA)Die Kepler-Sonde der NASA sucht unter anderem nach erdähnlichen Planeten in der Milchstraße (NASA)

Klar ist, dass die Astronomen die Helligkeit dieses Sterns nun möglichst lückenlos überwachen müssen - nur so lässt sich dem Geheimnis seines Lichtwechsels auf die Spur kommen.

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