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UNO-OpferberichtPro Asyl fordert Abschiebestopp für Afghanen

15.02.2018, Afghanistan, Kabul: Tadamichi Yamamoto, UN-Vertreter in Afghanistan, und Danielle Bell, Menschenrechtsdirektorin der UN-Hilfsmission in Afghanistan, sprechen auf einer Pressekonferenz.  (AP)
Tadamichi Yamamoto, UN-Vertreter in Afghanistan, und Danielle Bell, Menschenrechtsdirektorin der UN-Hilfsmission in Afghanistan, bei der Vorstellung des Berichts. (AP)

Nach der Vorlage des UNO-Berichts über zivile Kriegsopfer in Afghanistan hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl gefordert, dorthin keine Menschen mehr abzuschieben.

Abschiebungen in das Land stellten derzeit ein unkalkulierbares Risiko für die Betroffenen dar, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Burkhardt der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. Er verlangte zudem einen neuen und sachgerechten Bericht des Auswärtigen Amtes über die Lage in Afghanistan.

Laut dem Bericht der Vereinten Nationen sind dort im vergangenen Jahr mehr als 3.400 Zivilisten getötet und 7.000 verletzt worden. Das ist ein Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2016. Die UNO betont, die tatsächlichen Opferzahlen dürften allerdings weit höher liegen, da es immer schwieriger werde, aus den umkämpften Gebieten Afghanistans gesicherte Informationen zu bekommen.

Der Bericht macht für fast zwei Drittel der Opfer Gruppierungen wie die Taliban und den so genannten Islamischen Staat verantwortlich. Pro-Regierungstruppen verursachten ein Fünftel.

Diese Nachricht wurde am 16.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.