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UNO-StudieLandwirtschaft zerstört die Böden

Zu sehen ist ein Maishäcksler und ein Traktor, die am 1.10.2015 ein Maisfeld bei Jettkofen in Baden-Württemberg abernten. (picture-alliance / dpa / Thomas Warnack)
Ernte auf einem Maisfeld in Baden-Württemberg (picture-alliance / dpa / Thomas Warnack)

Intensive Landwirtschaft setzt den Böden stark zu.

Das geht aus einer Studie im Auftrag der Vereinten Nationen hervor. Demnach gehen durch die Bewirtschaftung jedes Jahr 24 Milliarden Tonnen fruchtbare Erde verloren. Dabei spielen zwar auch andere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel der Klimawandel und die Abholzung der Wälder. Die Landwirtschaft habe aber den größten Einfluss.

Dem Bericht zufolge produziert die Landwirtschaft heute drei Mal so viel wie vor 20 Jahren. Felder würden intensiver umgepflügt, oft gebe es mehrere Ernten im Jahr und es kämen mehr Chemikalien zum Einsatz. Das erhöhe zwar kurzfristig die Erträge, sei aber langfristig nicht nachhaltig. Die Forscher bezeichneten die Ergebnisse als besorgniserregend: Wenn die Weltbevölkerung in Zukunft wachse, würden die Böden noch stärker belastet - und zwar besonders in armen Regionen wie Afrika. Außerdem könne intensive Landwirtschaft andere Probleme verstärken - zum Beispiel bedrohe sie wilde Pflanzen- und Tierarten und könne den Klimawandel noch verstärken.