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StartseiteDossierUnschuldig hinter Gittern04.02.2011

Unschuldig hinter Gittern

Verhängnisvolle Verhöre, falsche Geständnisse und Fehlurteile

In Bayern kamen vier Menschen ins Gefängnis, weil sie den Familienvater erschlagen, zerstückelt und den Hunden zum Fraß vorgeworfen haben sollen. Sie gaben das Verbrechen nach wochenlangen Verhören zu, widerriefen aber ihre Aussagen vor Gericht und wurden dennoch verurteilt. Jahre später fand man die unversehrte Leiche des angeblich brutal Ermordeten in der Donau. Die Geständnisse waren offensichtlich erfunden. In Kiel wurde vor Kurzem ein Angeklagter freigesprochen, den Ermittler dazu gebracht hatten, einen Mord zu gestehen, den er nicht begangen hatte.

Von Daniela Schmidt-Langels und Otto Langels

Die Hände eines Gefangenen ragen in der Jugendstrafanstalt Berlin aus dem Zellenfenster. (AP)
Die Hände eines Gefangenen ragen in der Jugendstrafanstalt Berlin aus dem Zellenfenster. (AP)

Der Mann war nahe daran zuzugeben, auch Kennedy und Wallenstein ermordet zu haben, erklärte der Rechtspsychologe dem Gericht. Bis zu zehn Prozent der Verurteilten, deren Verfahren wieder aufgerollt werden, haben ein falsches Geständnis abgelegt, weil sie dem Druck der Vernehmer nicht gewachsen waren, schätzen Experten.

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