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US-Botschafter GrenellDeutsche Firmen werden nicht auf Konfrontationskurs zu den USA gehen

US-Botschafter Richard Grenell beim Interview im Funkhaus Köln (Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastre)
US-Botschafter Richard Grenell beim Interview im Funkhaus Köln (Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastre)

Der neue US-Botschafter in Berlin, Grenell, glaubt nicht, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Ausstieg der USA aus dem Iran-Atomabkommen auf Konfrontationskurs zu Washington geht.

Viele deutsche Firmen würden wegen des Irans nicht ihr amerikanisches Geschäft aufs Spiel setzen, sagte Grenell im Deutschlandfunk. Da gebe es keinen Vergleich in der Größenordnung. Er betonte, wer mit dem Iran Handel treibe, unterstütze den Terrorismus. Wirtschaftsminister Altmaier warnte im ARD-Fernsehen davor, an verschiedenen Fronten in einen völlig unstrukturierten Wettlauf um höhere Zölle und Sanktionen hineinzulaufen und sich gegenseitig zu misstrauen. Die USA seien zwar Freund und Partner. Gleichwohl müssten die Europäer für ihre Wirtschaftsinteressen kämpfen.

Die EU-Kommission reaktivierte am Vormittag das sogenannte "Blocking Statute" aus dem Jahr 1996. Nach Angaben aus Brüssel wurde das Gesetz zur Abwehr von US-Sanktionen aktualisiert. Europäische Unternehmen sollen dadurch in die Lage versetzt werden, mögliche US-Sanktionen zu ignorieren. Für eventuell entstehende Kosten oder Verluste sind Entschädigungen vorgesehen.

Diese Nachricht wurde am 18.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.