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USATraining für Anwendung von Unkrautvernichter

Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld mit jungem Getreide nahe Neuranft im Oderbruch (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)
Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld mit jungem Getreide. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Landwirte in den USA sollen besser geschult werden, damit sie im Umgang mit Herbiziden sicherer werden.

In den USA wird häufig der Stoff Dicamba eingesetzt, vor allem bei gentechnisch veränderten Soja- oder Baumwollpflanzen. Ihnen kann das Herbizid nichts anhaben, aber Dicamba gelangt in die Luft und von dort aus auf die Felder nicht resistenter Pflanzen. Bilder von verwelkten Bohnenfeldern und darbenden Gemüsegärten machten die Runde. Einige US-Bundesstaaten wie Arkansas verboten die Anwendung des Mittels für einige Monate, andere erließen Anwendungbeschränkungen.

Die Konzerne, die Unkrautvernichter mit Dicamba herstellen, wollen das Problem anders lösen: Sie lassen die Landwirte schulen, von der Auswahl der Sprühdüse bis zur Berücksichtigung der Wetterverhältnisse. Ein Monsanto-Sprecher sagte, mehr als 90 Prozent der beobachteten Schäden seien auf unsachgemäße Anwendung des Mittels zurückzuführen.

In den USA wurden nach Zahlen der Landwirtschaftsbehörde im vergangenen Jahr auf knapp 75 Millionen Hektar Land gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut.

Diese Nachricht wurde am 13.02.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.