Sternzeit / Archiv /

 

Venus im größten Glanz

Von Dirk Lorenzen

Venus, aufgenommen von Venus Express.
Venus, aufgenommen von Venus Express. (ESA)

Unser innerer Nachbarplanet zeigt sich heute von seiner besten Seite. Die Venus leuchtet an unserem Himmel so hell wie sonst nie. Doch leider ist sie für uns im Moment nur für kurze Zeit vor Sonnenaufgang zu erspähen.

Erst gegen fünf Uhr früh taucht sie am Osthorizont auf. Aber bereits eine gute halbe Stunde später verblasst sie wieder am aufgehellten Dämmerungshimmel.

Die so kurze Sichtbarkeitsdauer der Venus liegt am derzeit für uns sehr ungünstigen Bahnverlauf. Zwar steht die Venus weit westlich, aber auch deutlich tiefer am Himmel als die Sonne. Daher geht sie für uns in Mitteleuropa nur kurz vor ihr auf.

Dagegen genießen Beobachter auf der Südhalbkugel den Glanz der Venus für etliche Stunden vor Sonnenaufgang. Bei uns ist sie erst ab August ein wirklich auffallender Morgenstern. Dann ist der größte Glanz zwar vorbei, aber Venus ist nach Sonne und Mond immer das dritthellste Gestirn am Himmel.

Sie ist so hell, dass sie bei perfekt klarem Wetter sogar am helllichten Tage zu erkennen ist - vorausgesetzt, man weiß in etwa, wo man nach der Venus Ausschau zu halten hat.

Sofern Sie sich nicht inmitten der Dunstglocke einer Stadt befinden, können Sie in den nächsten Tagen gut Ihr Glück versuchen: Gegen elf Uhr vormittags steht die Venus genau im Süden und zwar etwa auf halber Strecke zwischen Horizont und Zenit.

Wenn der Himmel wirklich tiefblau ist, Ihre Augen gut sind und Sie sich am besten in den Schatten stellen, um nicht vom Sonnenlicht geblendet zu werden, könnten Sie mitten am Tage einen weißen Punkt am Himmel erkennen: unseren Nachbarplaneten Venus.


Mehr über die Beobachtung der Venus

Esa-Mission Venus Express

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Sternzeit

AstronomieVergessene Stars: Johann Schmidt

Der Mondbeobachter Johann Schmidt

Nach Sonnenuntergang steht der zunehmende Halbmond tief am Südwesthimmel. Während sich heute vor allem Geologen mit dem Begleiter der Erde beschäftigen, zählte im 19. Jahrhundert der Mond zu den bevorzugten Forschungsobjekten der Astronomen - und als bester Mondbeobachter seiner Zeit gilt Johann Friedrich Julius Schmidt.

AstronomieVergessene Stars

Eine neue Aufnahme des Weltraumteleskops "Hubble", die am 9.3.2004 veröffentlicht wurde. Sie zeigt etwa 10000 Galaxien, einige von ihnen in chaotisch wirkender Formgestaltung. Die Aufnahme erfasst nur einen äußerst kleinen Teil des Himmels unterhalb des Sternbilds Orion, bezeichnet als "Hubble Ultra Deep Field" (HUDF). 

Anaxagoras, Maria Cunitz oder Carl Wirtz: drei bedeutende Astronomen, die heute kaum noch jemand kennt. Das wird jetzt anders: Die "Sternzeit" holt im September 30 Personen aus der Vergessenheit, die in der Himmelsforschung Großes geleistet haben.

AstronomieDer Sternenhimmel im September

Der Himmelsanblick Mitte September gegen 22 Uhr 

Heute geht meteorologisch der Sommer zu Ende, astronomisch aber dauert er noch bis zum frühen Morgen des 23. September. Erst dann steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator - und auf der Nordhalbkugel der Erde beginnt der Herbst.

 

Wissen

StreitgesprächWie angepasst sind Deutschlands Studierende?

Studenten sitzen am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau im großen Hörsaal.

"Kümmer dich um dich und stoß bloß keine gesellschaftspolitischen Debatten an." Das sei das Leitbild vieler Studierender, sagte Christiane Florin, Dozentin und Autorin des Buchs "Warum unsere Studenten so angepasst sind", im DLF. Zwar teilt Daniel Gaittet, Vorstandsmitglied im freien Zusammenschluss der studentInnenschaften (fzs), manche ihrer Beobachtungen, vermisst aber eine Analyse der Ursachen.