Sternzeit / Archiv /

 

Venus-Transit für Jupiter

Von Dirk Lorenzen

Wie bei uns im Juni: Morgen sähe man von Jupiter aus die Venus vor der Sonne
Wie bei uns im Juni: Morgen sähe man von Jupiter aus die Venus vor der Sonne (NASA)

Auch morgen früh zieren wieder zwei helle Planeten den Himmel: Jupiter strahlt mitten im Sternbild Stier. Er steigt bereits vor Mitternacht über den Horizont und steht in der Morgendämmerung genau im Süden.

Der zweite Planet ist Venus, die derzeit als Morgenstern strahlt. Sie geht gegen halb vier auf und dominiert dann den Osthimmel, bis das helle Licht der Sonne gegen sieben Uhr alle anderen Gestirne überstrahlt.

Sonne, Venus und Jupiter stehen morgen perfekt auf einer Linie. Beobachter auf dem Jupiter oder auf einem seiner Monde sähen morgen, wie die Venus vor der Sonne entlang läuft. Von Jupiter aus kommt es zu einem Venus-Transit, wie wir ihn Anfang Juni erlebt haben.

Allerdings verläuft ein Venus-Transit auf Jupiter etwas anders als auf der Erde. Jupiter ist gut fünfmal weiter von der Sonne entfernt als wir. Entsprechend hat die Sonnenscheibe am Jupiterhimmel nur etwa einen Fünftel des Durchmessers, den wir hier auf der Erde wahrnehmen.

Die Sonne erscheint dort also deutlich kleiner. Das gilt auch für die Venus, die von Jupiter aus nicht mit bloßem Auge als dunkler Punkt vor der Sonnenscheibe zu erkennen ist. Es wäre schon ein kleines Fernrohr nötig, um zu verfolgen, wie die Venus über die Sonne zieht.

Während wir nun 105 Jahre bis zum nächsten Venus-Transit warten müssen, braucht man auf Jupiter nicht ganz so viel Geduld: Bereits in knapp zwölf Jahren zeigt sich die Venus dort wieder vor der Sonne.

Schon am 5. Januar 2014 erlebt Jupiter einen ganz besonderen Transit: Dann wandert ein kleiner blauer Planet über die Sonne - unsere Erde!

Liste der Venustransits von Jupiter aus

Der Astronom Jay Pasachoff informiert über den Venustransit für Jupiter

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Sternzeit

AstronomieVergessene Stars: Peter Andreas Hansen

Peter Andreas Hansen (1795-1874)

In den frühen Morgenstunden zeigen sich über dem Osthorizont die Mondsichel und ein Stück links von ihr der helle Planet Jupiter. Der Mond wandert von Nacht zu Nacht ein Stück weiter und erreicht Mittwoch seine Neumondstellung.

AstronomieVergessene Stars: Carl Ludwig Rümker

Da die abnehmende Mondsichel erst am frühen Morgen aufgeht, lassen sich jetzt die Herbststernbilder abends bestens beobachten: Gegen Mitternacht erreicht das markante Viereck des Pegasus seine höchste Stellung im Süden.

AstronomieVergessene Stars: John Goodricke

Jahrtausende hindurch waren die Menschen überzeugt davon, dass die Sterne des Himmels ewig und unveränderlich leuchten. Das änderte sich erst nach dem Aufflammen von zwei "neuen Sternen" 1572 und 1604 sowie durch den Siegeszug des neuen, Kopernikanischen Weltbildes.

 

Wissen

ErnährungDick durch Süßstoffe?

Zucker als brauner Kandiszucker, weißer Kandis, Streuzucker in Päckchen sowie abgepackter Süßstoff, aufgereiht auf einem Tisch

Wer auf seine Linie achtet, nimmt statt Zucker Süßstoff, denn der macht nicht dick - an diesem Ernährungsdogma rüttelt eine israelische Studie. Die Forscher haben herausgefunden, dass Süßstoffe die Darmflora so verändern, dass der Traubenzuckerstoffwechsel gestört werden kann. Die Folge: Gewichtszunahme.