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Seit 02:05 Uhr Kommentar
StartseiteSport am Wochenende"Man darf keinen Scherbenhaufen hinterlassen"09.05.2015

Vergabe von Sportereignissen"Man darf keinen Scherbenhaufen hinterlassen"

Der Menschenrechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich mit der Vergabe von Sportgroßereignissen in Länder beschäftigt, die Menschenrechte unterdrücken. Marianne Meier von Terre des Hommes berichtete im DLF von ihrer Arbeit im Hinblick auf die European Games in Baku.

Marianne Meier im Gespräch mit Bastian Rudde

Blick auf Baku, Hauptstadt von Aserbaidschan (picture alliance / dpa Foto: Matthias Tödt)
Baku, Hauptstadt von Aserbaidschan (picture alliance / dpa Foto: Matthias Tödt)
Weiterführende Information

Vergabe von Sportereignissen - EU-Politiker: Verbände sollen Menschenrechtslage berücksichtigen
(Deutschlandfunk, Sport Aktuell, 06.05.2015)  

European Games - Der Sport kann "politisch viel bewirken" (Deutschlandfunk, Sport am Wochenende, 26.04.2015)

European Games in Baku - Werbeveranstaltung im Bundestag (Deutschlandfunk, Sport Aktuell, 22.04.2015)

Europaspiele - "Blitzende, blinkende Fassade" (Deutschlandfunk, Sport am Wochenende, 04.04.2015)

Man habe alle Präsidenten der nationalen Olympischen Komitees angeschrieben, um sie auf die Menschenrechtslage in Aserbaidschan aufmerksam zu machen, sagte Marianne Meier, Projektleiterin bei Terre des Hommes im Deutschlandfunk. Außerdem habe man darum gebeten, dass sie sich für die Freilassung inhaftierter Kritiker der Europaspiele bei Präsident Alijew stark machen sollten.

"Wir haben Rückmeldung bekommen, dass sie es zur Kenntnis nehmen, aber das es um Sport und nicht Politik gehe", sagte Meier über die erhaltenen Antworten.

Sie betonte auch, dass man sehr wohl die Menschenrechte bewerten könne. "Es gibt Methoden, Parameter oder Checklisten, um das zu erfassen."

Auch beim Weltfußballverband FIFA seien sie aktiv, um die Berücksichtigung von Menschenrechten beim Vergabeprozess stärker einzubinden. "Es bewegt sich was, aber der springende Punkt, ist was dann damit passiert."

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 9. November 2015 nachhören.

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