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Verlegung der US-BotschaftHistoriker Wolffsohn vergleicht Trumps Politik mit Brandts Ostpolitik

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn in einer Talksendung. (imago stock&people)
Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn (imago stock&people)

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn hat die Proteste von Palästinensern an der Grenze des Gazastreifens kritisiert.

Im Deutschlandfunk sagte Wolffsohn, diese Demonstrationen brächten die Palästinenser in keiner Weise weiter. Man wisse, wie die Proteste organisiert worden seien. "Wir kennen das Drehbuch", erklärte der Historiker. Kinder und Jugendliche würden dabei gezielt eingesetzt.

Zur Verlegung der US-amerikanischen Botschaft sagte Wolffsohn, Jerusalem sei faktisch und eigentlich unbestritten die Hauptstadt Israels. Es sei ein Fehler gewesen, die US-Botschaft und auch die Vertretungen anderer Staaten nicht schon früher dort anzusiedeln. Eine amerikanische Botschaft in Westjerusalem nehme auch keine der diskutierten Friedenslösungen vorweg.

Das Vorgehen von Präsident Trump verglich der Historiker mit der Ostpolitik unter Brandt und Scheel ab 1969: "Die beiden deutschen Politiker haben damals die Wirklichkeit anerkannt und haben damit viel erreicht."

Diese Nachricht wurde am 14.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.