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VersteigerungChinesisches Porzellangefäß erzielt 4,1 Millionen Euro

Eine blassgrüne mondförmige Porzellanflasche mit blauen Malereien, die früher dem chinesischen Kaiser Qianlong gehörte, steht in Frankreich zur Auktion. (AFP / GUILLAUME SOUVANT)
Das Porzellangefäß des einstigen chinesischen Kaisers Qianlong (AFP / GUILLAUME SOUVANT)

Ein wertvolles chinesisches Porzellangefäß hat bei einer Versteigerung in Frankreich für 4,1 Millionen Euro den Besitzer gewechselt.

Die blassgrüne, mondförmige Porzellanflasche mit blauen Malereien gehörte früher dem Kaiser Qianlong. Der Käufer, der aus Paris kommt, stach nach zehn Minuten 17 chinesische Bieter aus. Er will den neu erworbenen Schatz in seiner Privatwohnung aufstellen und schließt nicht aus, ihn einem Museum für asiatische Kunst in Paris zu leihen. Der Schätzpreis des wertvollen Stückes hatte nur bei 500.000 Euro gelegen.

Das Gefäß trägt das Siegel des Kaisers Qianlong, der von 1736 bis 1795 in China herrschte. Laut dem Auktionshaus Rouillac existieren weltweit nur zwei derartige Porzellanflaschen. Die zweite war vor zwei Jahren für 1,8 Millionen Euro in Hongkong versteigert worden.

Der Chef des französischen Auktionshauses hatte das Gefäß zufällig in einem Privatschloss an der Loire entdeckt. Wahrscheinlich hatte es ein Vorfahre der Besitzer nach Frankreich gebracht, der im 19. Jahrhundert als Marineoffizier in China gedient hatte.

Diese Nachricht wurde am 11.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.