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VolksbühneInterimschef Dörr will Theater retten

Berlin Mitte, Theater Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz/Rosa-Luxemburg-Straße Berlin, Außenansicht von der Luxemburgerstrasse direkt Ansicht des Gebäudes *** Berlin centre Theatre Volksbühne at Pink Luxembourg square Pink Luxembourg Road Berlin (imago stock&people / Jürgen Ritter)
Umwälzungen bei der Berliner Volksbühne (imago stock&people / Jürgen Ritter)

Nach dem Rücktritt von Chris Dercon will Volksbühnen-Interimschef Klaus Dörr eine überstürzte Nachfolge-Regelung vermeiden.

"Für die qualifizierte Vorbereitung einer Intendanz braucht man anderthalb bis zwei Jahre", sagte Dörr der Süddeutschen Zeitung. Kultursenator Klaus Lederer müsse entscheiden, ob die Aufgabe von einer oder mehreren Personen übernommen werden solle. Angesichts "der Bedeutung der Ära Frank Castorfs" halte er es fast für ausgeschlossen, dass ein einzelner Intendant das schaffen könne. Dörr brachte eine Struktur mit mehreren prägenden Regisseuren ins Spiel, denen man das Haus zur Verfügung stelle.

Dörr betonte, dass alle Verträge, die mit Künstlern abgeschlossen wurden, eingehalten werden. Gleichzeitig werde versucht, repertoirefähige Neuproduktionen für die große Bühne zu initiieren. Bis dahin müsse improvisiert werden. "Ich will nicht pathetisch werden, aber es geht jetzt darum, dieses Theater zu retten", so Dörr. Am Freitag hatte die Kulturverwaltung mitgeteilt, Lederer und Dercon hätten sich einvernehmlich darauf verständigt, die Intendanz mit sofortiger Wirkung zu beenden. Dercon war bereits vor seinem Amtsantritt von Teilen der Berliner Kulturszene massiv kritisiert worden.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.