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Volkshochschulen können punkten

Stiftung Warentest untersucht berufliche Weiterbildungsangebote

Von Anja Nehls

Erwachsenenbildung in der Volkshochschule.  (picture alliance / ZB)
Erwachsenenbildung in der Volkshochschule. (picture alliance / ZB)

Seit zehn Jahren werden regelmäßig die Anbieter sogenannter Präsenzkurse verglichen. 453 Kurse von 291 Anbietern wurden seitdem zum Teil inkognito getestet. Dabei haben die Volkshochschulen jetzt besonders gut abgeschnitten.

Am späten Nachmittag ist Hochbetrieb in der Volkshochschule Berlin Zehlendorf. Businessenglisch, Tabellenkalkulation, Rechnungswesen, Social-Media-Marketing – das Angebot ist riesig. Viele Teilnehmer nutzen die Kurse für ihre berufliche Weiterbildung. Die meisten sind mit dem Angebot der VHS zufrieden:

"Ich lerne Chinesisch. Die Volkshochschule hat ein gutes Angebot, das ist eine Chinesin, die den Kurs gibt. Ich mache einen Spanischkurs, ich habe einen VHS-Kurs genommen, weil erstens ist er nah dran, zweitens günstig und auch sehr gut, es ist eben eine kleine Gruppe. Weil es für mich verkehrsgünstig nahe liegt, es ist eine preisgünstige Angelegenheit und teilweise sind hier sehr gute Lehrer."

Die Tester der Stiftung Warentest sehen das ähnlich. Seit zehn Jahren werden Weiterbildungskurse untersucht und verglichen. Kurse von VHS, kommerziellen Anbietern, Kammern und gemeinnützigen Organisationen. Die Qualität des Angebotes unterscheidet sich dabei nicht gravierend – wohl aber der Preis, sagt Christine Engel von der Stiftung Warentest:

"Da sind die kommerziellen Anbieter die teuersten. 45 Minuten kosten da im Durchschnitt 47 Euro und bei den Volkshochschulen zahlen sie für diese Unterrichtseinheit fünf Euro."

Die Dozenten sind überall in der Regel gut. Die Vermittlung des Stoffes erfolgt abwechslungsreich mit wenig Frontalunterricht und dem Einsatz verschiedener Lehrmedien. Ein kleiner Nachteil der Volkshochschulen sind die mitunter größeren Lerngruppen. Oft gibt es eine Mindestteilnehmerzahl von acht und oft sind diese Teilnehmer dann bunt gemischt, vom Rentner über den Schüler, vom Angestellten bis zum Manager. Bei kommerziellen Anbietern findet man homogenere Lerngruppen:

"Man trifft mehr so seinesgleichen, wenn man jetzt ein berufliches Netzwerk knüpfen oder erweitern möchte ist man wahrscheinlich bei einem kommerziellen Anbieter oder bei einer Kammer besser aufgehoben."

Muss dafür dann allerdings auch deutlich mehr bezahlen. In der Kursorganisation genauso wie bei den Inhalten und in der Wissensvermittlung schnitten allerdings die gemeinnützigen Anbieter am besten ab.

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