Das Feature / Archiv /

 

Vom Duft der Flüsse

Elbe und Yamuna als Kunstwerke der Natur

Von Regina Kusch und Andreas Beckmann

Am Yamuna-River in Delhi
Am Yamuna-River in Delhi (picture alliance / dpa)

Das schwarze Wasser schlägt Methanblasen und es riecht nach faulen Eiern am Ufer der Yamuna in Delhi. Sie gilt als heilig und darf frei mäandern, ist aber in weiten Teilen biologisch tot. Das Elbwasser im Hamburger Hafen ist sauber, doch der Fluss wird in ein strenges Deichkorsett gezwängt.

Ein Künstlernetzwerk aus beiden Städten will den Blick auf die Ströme verändern. Was wäre die Elbe ohne Schifffahrt, spekuliert die Galerie für Landschaftskunst.

In Delhi veranstaltet der Fotograf Ravi Agarwal Bootsfahrten auf der Yamuna, die dort unüblich sind.

Viele Inder halten die Vorstellung, ein heiliges Gewässer könnte sterben, für geradezu blasphemisch.

Aber wenn schon keine Fische mehr in der Yamuna leben wollen, wie können dann noch Götter in ihr wohnen, fragt die Landschaftskünstlerin Lena Zühlke.

Die Aktionskünstlerin Ines Lechleitner hegt die Vision eines gemeinsamen Dufts beider Flüsse und tüftelt an einem Yamuna-Elbe-Parfüm.


DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

GlaubensgemeinschaftenHimmelgrün - Muslimas in Deutschland

Die Rückansicht einer Frau, die ein Kopftuch trägt.

"Kopftuch?! - Nicht zu viel davon, sonst krieg ich 'nen Schreikrampf. Gegen das Thema bin ich allergisch!", ruft Halima Krausen ins Mikrofon. Für die aus einer christlichen deutschen Familie stammende Imamin der Hamburger Blauen Moschee ist die Kopftuchfrage pure Ablenkung von wichtigeren Themen.

DeniaEin Platz an der Sonne für die SS

Valencianisches Kunsthandwerk und preussischer Chauvinismus: handbemalte Kachel an der Fassade eines Bungalows in Dénia-Las Rotas.

Dénia an der Costa Blanca ist ein beliebtes Ferienziel, das seit vielen Jahrzehnten Urlauber und Rentner aus dem Norden Europas anlockt. Die größte Gruppe der hier lebenden Residenten bilden die Deutschen. Die Anfänge der deutschen Ansiedlung in dem Sonnenparadies sind jedoch nur wenigen bewusst und bis heute wird nicht gerne darüber gesprochen.

Lebensgeschichten Bleib bei mir, denn es will Abend werden

Ruth und Hans-Ulrich Schneider beim Nordic Walking auf einem Feld.

Alt sein ist schlimm, und am schlimmsten im Heim. So heißt es doch. Oma sagte noch mit 65: Bevor ich zu alt werde oder zu krank, bringe ich mich um. Altenheime... trübe, überfüllte Orte der Dumpfheit, der Einsamkeit? Traurige letzte Häuser? Möglich, doch auch: Häuser, in denen Menschen wohnen und mit ihnen gute und schlechte Gefühle.