Das Feature / Archiv /

 

Vom Duft der Flüsse

Elbe und Yamuna als Kunstwerke der Natur

Von Regina Kusch und Andreas Beckmann

Am Yamuna-River in Delhi (picture alliance / dpa)
Am Yamuna-River in Delhi (picture alliance / dpa)

Das schwarze Wasser schlägt Methanblasen und es riecht nach faulen Eiern am Ufer der Yamuna in Delhi. Sie gilt als heilig und darf frei mäandern, ist aber in weiten Teilen biologisch tot. Das Elbwasser im Hamburger Hafen ist sauber, doch der Fluss wird in ein strenges Deichkorsett gezwängt.

Ein Künstlernetzwerk aus beiden Städten will den Blick auf die Ströme verändern. Was wäre die Elbe ohne Schifffahrt, spekuliert die Galerie für Landschaftskunst.

In Delhi veranstaltet der Fotograf Ravi Agarwal Bootsfahrten auf der Yamuna, die dort unüblich sind.

Viele Inder halten die Vorstellung, ein heiliges Gewässer könnte sterben, für geradezu blasphemisch.

Aber wenn schon keine Fische mehr in der Yamuna leben wollen, wie können dann noch Götter in ihr wohnen, fragt die Landschaftskünstlerin Lena Zühlke.

Die Aktionskünstlerin Ines Lechleitner hegt die Vision eines gemeinsamen Dufts beider Flüsse und tüftelt an einem Yamuna-Elbe-Parfüm.


DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

MäzeneDas Kultur-Business

Goldene Bilderrahmen hängen an einer Wand. (picture alliance / Daniel Kalker )

Kunstwerke, Bücher und andere Artefakte zählen normalerweise zu den Werten, die es um jeden Preis zu fördern und zu verteidigen gilt. Entsprechend verehrt werden Verleger, Mäzene und Kunstsammler, die sich mit viel Idealismus, Verve - und nicht zuletzt mit ihrem eigenen Geld - für die schönen Künste in die Bresche werfen.

AbgehängtWie die Krise in das Leben der Franzosen eingreift

Eine französische Flagge weht im Wind.  (imago / Rainer Unkel)

Jeder vierte Franzose unter 25 Jahren ist arbeitslos. Rund fünf Millionen gelten als arm. Und die Armut breitet sich immer mehr aus. In Paris führt ein Obdachloser Interessierte an die Stätten des zunehmenden sozialen Elends. 2013 verteilten die "Resto du coeur" mehr als 130 Millionen kostenlose Mahlzeiten.

TextverarbeitungÜber das Büchermachen in digitalen Zeiten

Eine Lesebrille liegt auf einem Bücherstapel. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)

Über das Verschwinden des Buches sind schon viele Bücher geschrieben worden. Es verschwindet aber nicht, sondern es wird sogar schöner, auch durch den Druck der digitalen Konkurrenz. Verloren hat es sein Monopol und das kann ein Anlass sein, seine Qualitäten neu zu bestimmen und auch die Positionen von Verlegern, Gestaltern und Lesern.