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Vom Duft der Flüsse

Elbe und Yamuna als Kunstwerke der Natur

Von Regina Kusch und Andreas Beckmann

Am Yamuna-River in Delhi (picture alliance / dpa)
Am Yamuna-River in Delhi (picture alliance / dpa)

Das schwarze Wasser schlägt Methanblasen und es riecht nach faulen Eiern am Ufer der Yamuna in Delhi. Sie gilt als heilig und darf frei mäandern, ist aber in weiten Teilen biologisch tot. Das Elbwasser im Hamburger Hafen ist sauber, doch der Fluss wird in ein strenges Deichkorsett gezwängt.

Ein Künstlernetzwerk aus beiden Städten will den Blick auf die Ströme verändern. Was wäre die Elbe ohne Schifffahrt, spekuliert die Galerie für Landschaftskunst.

In Delhi veranstaltet der Fotograf Ravi Agarwal Bootsfahrten auf der Yamuna, die dort unüblich sind.

Viele Inder halten die Vorstellung, ein heiliges Gewässer könnte sterben, für geradezu blasphemisch.

Aber wenn schon keine Fische mehr in der Yamuna leben wollen, wie können dann noch Götter in ihr wohnen, fragt die Landschaftskünstlerin Lena Zühlke.

Die Aktionskünstlerin Ines Lechleitner hegt die Vision eines gemeinsamen Dufts beider Flüsse und tüftelt an einem Yamuna-Elbe-Parfüm.


DLF 2013

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