Freistil / Archiv /

Von Blütenstaub und Onlinesex

Deutschland klärt sich auf

Von Philipp Jusim und Martin Goldstein

Jugendliche bereiten sich mit Online-Pornos auf ihren ersten Sex vor.
Jugendliche bereiten sich mit Online-Pornos auf ihren ersten Sex vor. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Wissen Teenager wirklich, was sie schon immer über Sex wissen wollten? Sexualität und Körper sind heute so gegenwärtig, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen sollte. Doch die Geschichten über Bienen und Blumen und mangelnde Kommunikation wirken nach: Auch im 21. Jahrhundert ist Sex für viele noch ein Tabuthema.

Umfragen zeigen, dass Jugendliche sich einerseits durch Onlinepornos "weiterbilden", sie ihr erstes Mal andererseits immer später erleben und von Monogamie und Familie träumen.

Der Autor Philipp Jusim untersucht zusammen mit Martin Goldstein, der sich von 1969 bis 1984 in der Jugendzeitschrift BRAVO als Dr. Sommer den Fragen der Leserinnen und Leser stellte, wie aufgeklärt Deutschland wirklich ist.

Der Arzt und Psychotherapeut Martin Goldstein alias "Dr. Sommer" ist am 31. August dieses Jahres im Alter von 85 Jahren verstorben.

Regie: Helga Mathea
WDR 2011

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Freistil

PopkulturDie Wiederholung in den Künsten

Andy Warhols Seriendruck von Marilyn Monroe mit orangefarbenen Hintergrund.

"Falls Gott nicht die Wiederholung gewollt hätte, so wäre die Welt niemals entstanden", schrieb der Philosoph Sören Kierkegaard. Heute sagt der DJ, Musiker und Schriftsteller Thomas Meinecke: "Wiederholung ist das zentrale Phänomen der Popkultur."

SehnsuchtAnatomie eines unstillbaren Gefühls

Eine Hand schreibt mit einer Schreibfeder in altertümlicher Schrift in ein Heft.

Unerreichbar weit weg und gleichzeitig ganz nah im Herzen regiert die Sehnsucht. Der Philosoph Friedrich Schleiermacher sah in ihr den Urquell des religiösen Gefühls. Dichter und Musiker sprechen von ihr als Motor ihrer schöpferischen Arbeit. Richard Wagner nannte sie eine "unendliche Melodie".

Sex in RusslandZwischen Prüderie und Porno

Das Protestplakat gegen Homophobie in Russland zeigt eine Begrüßungsszene zwischen Präsident Wladimir Putin und dem Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill.

In russischen Schulen gibt es so gut wie keine Sexualaufklärung. Im dritten Jahrtausend ist Russland auf dem Weg zurück zur Prüderie der Sowjetunion. Offiziell gab es zu sozialistischen Zeiten weder Prostitution noch Pornografie noch Sexshops. Dann zerbrach die UdSSR und die Menschen wurden offener.