Dossier / Archiv /

 

Warum geben wir den Weißen unser Land?

Lebensgefühl und neuer Kolonialismus in Sierra Leone

Von Agnes Steinbauer

Mammie Thomas im Dorf Kortomahun, Sierra Leone (Agnes Steinbauer)
Mammie Thomas im Dorf Kortomahun, Sierra Leone (Agnes Steinbauer)

"Sweet Salone" nennen die Sierra Leoner ihre westafrikanische Heimat. "Süß" ist das Leben dort aber nur für die wenigsten. Der Alltag in der Hauptstadt Freetown ist hart. Regelmäßig brechen Strom- und Wasserversorgung zusammen. Transportmittel funktionieren selten und sind für viele unbezahlbar.

NUR DOSSIER Sierra Leone: Ölpalm-AufzuchtsanlagenGute Jobs sind rar. In ländlichen Regionen gibt es weniger Slums, dafür sind Großinvestoren auf "Land-Grabbing-Tour". Sie kaufen zu Spottpreisen Grund und Boden und entziehen vielen Kleinbauern die Existenzgrundlage.


Wer "Glück" hat, bekommt eine Stelle als schlecht bezahlter Landarbeiter. Zehn Jahre nach einem brutalen Bürgerkrieg und kurz vor den Parlamentswahlen in der jungen Demokratie fühlen sich viele Menschen erneut verkauft und verraten.


DLF 2012

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Dossier

JournalismusA lo Cubano

Havannas russisch-orthodoxe Kathedrale (Henning von Löwis)

"Berichten Sie objektiv - aber mit kubanischer Objektivität, nicht mit der deutschen!" Begleitet von diesen Worten werden Stempel in die Pässe von elf Journalisten gedrückt. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass einer internationalen Gruppe aus Radio-, Online- und Printjournalisten Pressevisa für einen Besuch auf Kuba gewährt werden.

Politik Die Ukraine am Abgrund

Kiew, Ukraine: Eine Blume und eine ukrainische Flagge auf dem Maidan in einer Barrikade (picture alliance / dpa)

Ein Jahr nach der Maidan-Revolution sieht der Präsident der Ukraine das Land in der tiefsten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die im April 2014 eingeleitete Anti-Terror-Aktion hat Dörfer und Städte zerstört und über eine Million Bewohner in die Flucht getrieben; das Land steht vor dem Staatsbankrott.

GesellschaftSinti und Roma in Deutschland

Eine Gruppe junger Frauen mit Kopftüchern und langen Röcken (picture alliance / dpa /  Wolfram Steinberg)

Annähernd eine halbe Million europäischer Sinti und Roma fielen dem Völkermord der Nazis zum Opfer - davon 25.000 in Deutschland. Sinti siedeln seit sechs Jahrhunderten in deutschen Landen. Die Vorfahren der heute in der Bundesrepublik ansässigen Roma kamen in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus Moldawien und der Walachei.