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Warum geben wir den Weißen unser Land?

Lebensgefühl und neuer Kolonialismus in Sierra Leone

Von Agnes Steinbauer

Mammie Thomas im Dorf Kortomahun, Sierra Leone (Agnes Steinbauer)
Mammie Thomas im Dorf Kortomahun, Sierra Leone (Agnes Steinbauer)

"Sweet Salone" nennen die Sierra Leoner ihre westafrikanische Heimat. "Süß" ist das Leben dort aber nur für die wenigsten. Der Alltag in der Hauptstadt Freetown ist hart. Regelmäßig brechen Strom- und Wasserversorgung zusammen. Transportmittel funktionieren selten und sind für viele unbezahlbar.

NUR DOSSIER Sierra Leone: Ölpalm-AufzuchtsanlagenGute Jobs sind rar. In ländlichen Regionen gibt es weniger Slums, dafür sind Großinvestoren auf "Land-Grabbing-Tour". Sie kaufen zu Spottpreisen Grund und Boden und entziehen vielen Kleinbauern die Existenzgrundlage.


Wer "Glück" hat, bekommt eine Stelle als schlecht bezahlter Landarbeiter. Zehn Jahre nach einem brutalen Bürgerkrieg und kurz vor den Parlamentswahlen in der jungen Demokratie fühlen sich viele Menschen erneut verkauft und verraten.


DLF 2012

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Dossier

Fischen in der Nebelbank Wie sich der Berliner Politikbetrieb zu TTIP positioniert

In einer Tasse mit einem EU-Symbol steckt eine US-Fahne, aufgenommen  in einem Büro in Dresden. (picture-alliance / dpa / Arno Burgi)

Je mehr die Deutschen von dem europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP erfahren, um so skeptischer werden sie. Während die Bürger zunehmend murren, will die Große Koalition in Berlin die Verhandlungen zum TTIP-Abkommen mit den USA unbedingt noch in diesem Jahr abschließen. Bundeskanzlerin Merkel schaut ungeduldig auf die Uhr und mahnt zur Eile bei TTIP – warum?