Verbrauchertipp /

Waschen und trocknen mit einem Gerät

Stiftung Warentest hat sechs Kombimodelle geprüft

Von Dieter Nürnberger

Ein Waschtrockner spart Platz, aber nicht Geld.
Ein Waschtrockner spart Platz, aber nicht Geld. (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)

Wer nur wenig Platz zu Hause hat, der wird den Vorteil von Waschtrocknern zu schätzen wissen. Das Gerät kann Wäsche waschen und trocknen. Ob diese Kombis vergleichbar gute Leistungen wie die Einzelgeräte liefern können, hat die Stiftung Warentest untersucht.

Waschtrockner gehören zu den eher selten nachfragten Haushaltsgeräten. So wurden im vergangenen Jahr hierzulande lediglich 65.000 Modelle verkauft. Das sind wenig im Vergleich zu knapp drei Millionen Waschmaschinen oder rund einer Million Wäschetrocknern. Da verwundert es nicht, dass die Hersteller nur wenige Modelle dieser Kombigeräte überhaupt anbieten. Der Hauptvorteil – das zeigt die Untersuchung von sechs Waschtrocknern – liegt in der Platzersparnis, denn sonst macht es keinen großen Unterschied, ob man einen Waschtrockner oder Waschmaschine und Trockner als Einzelgeräte kauft. Das gilt auch für die Kosten, sagt Brigitte Kluth-Kosnik von der Stiftung Warentest.

"Wenn wir zwei separate Geräte von einer Marke kaufen – und das vergleichen mit dem Kaufpreis des Waschtrockners – da sind die Unterschiede relativ gering. Die Strom- und Wasserkosten in der Waschfunktion sind auch vergleichbar mit den Waschmaschinen, und auch das separate Trocknen verbraucht nicht mehr Strom als die Wäschetrockner selbst. Aber: Beim Waschtrocknen kommt bei den meisten Geräten noch eine ordentliche Portion an mehr Wasser hinzu – das liegt einfach daran, dass das Trocknen mit Wasserkühlung passiert und nicht wie bei Wäschetrocknern normalerweise mit Luft. Konkret: Man muss etwas mehr Wasserkosten einkalkulieren."

Somit spart ein Waschtrockner zwar Platz, aber kein Geld.

Die Kombigeräte wurden nach den gleichen Kriterien bewertet wie die Solomodelle. Bei den beiden Hauptfunktionen Waschen und Trocknen gab es kaum etwas zu beanstanden. Auch wenn beispielsweise bei einem Modell die Wäsche etwas ungleichmäßig trocknete, so komme dies auch bei dem einen oder anderen Wäschetrockner vor. Ein Nachteil ist die Dauer der Wasch- und Trockengänge. Bis sechs Kilo Wäsche gewaschen und getrocknet sind, vergingen mitunter über sechs Stunden. Da Einzelgeräte parallel arbeiten können, haben sie hier einen zeitlichen Vorteil. Hinzu kommt:

"Wenn man sich nur die Waschprogramme anschaut, dann haben sie genau das gleiche Fassungsvermögen wie eine normale Waschmaschine. In unserem Test waren das Geräte mit 5,5 bis acht Kilo. Beim Trocknen ist es nicht so viel, da kann man nur weniger reinmachen, als bei einem normalen Wäschetrockner. Die Trommel ist somit kleiner, als bei einem normalen Wäschetrockner."

Vier der sechs Testmodelle erhielten eine gute Bewertung. Ein Gerät jedoch fiel in der Dauerprüfung durch.

"Wir haben ein Modell, und zwar das von LG, das hat nur ausreichend abgeschnitten. Das hatte Probleme im Dauertest. Da hatten sich die Halterungen am Kühlteil gelockert und man konnte die Schrauben auch nicht mehr feststellen. Und das war dann sozusagen das Aus für die ganze Maschine."

Da der Markt vergleichsweise klein ist, gibt es nicht viel Auswahl bei den Waschtrocknern. Ärgerlich zudem: Der Hersteller Zanker hat angekündigt, ein Testmodell auszumustern, obwohl es bei dieser Untersuchung "gut" abschnitt und mit 700 Euro das günstigste Kombigerät war. Alle anderen gut bewerteten Waschtrockner kosten mehr als 1000 Euro. Warentesterin Brigitte Kluth-Kosnik:

"Die Testsieger sind ein Modell von Bosch und ein baugleiches von Siemens. Sowie auch der Miele-Waschtrockner. Der ist allerdings mit fast 1700 Euro auch sehr teuer. Die beiden Modelle von Bosch und Siemens kosten so um die 1100 Euro."

Das Bosch- und das Siemens-Modell haben zudem noch einen kleinen Kostenvorteil. Sie kühlen nicht mit Wasser, sondern wie die herkömmlichen Trockner auch mit Luft. Das spart Wasserkosten.

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