Verbrauchertipp /

Waschmittel für Schwarzes und Feines im Test

Aktueller Test der Stiftung Warentest

Von Dieter Nürnberger

Waschmittelregal in einem Drogeriemarkt
Waschmittelregal in einem Drogeriemarkt (picture alliance / ZB/ Patrick Pleul)

Schwarzes soll schwarz und Feines fein bleiben: Das versprechen spezielle Flüssigwaschmittel. Das Testergebnis der Stiftung Warentest zeigt allerdings, dass sie keinerlei Vorteile gegenüber herkömmlichen Flüssigcolorwaschmitteln haben.

Schwarz ist eine Modefarbe, dunkelgrau eine andere. Wenn ein schwarzes Kleidungsstück nach diversen Waschgängen ergraut, ist der Besitzer allerdings wenig erfreut. Doch die Waschmittelindustrie verspricht Abhilfe: Die Hersteller werben mit Spezialprodukten, die Farbe und Fasern länger schützen sollen. Flüssigwaschmittel für Feines und Schwarzes. Die Stiftung Warentest hat diese zusammen mit herkömmlichen Flüssigcolorwaschmitteln untersucht. Doch die Spezialprodukte, so Brigitte Kluth-Kosnik, überzeugten nicht.

"Es hat sich gezeigt, dass sowohl die Feinwaschmittel und auch die Schwarzwaschmittel gegenüber den herkömmlichen flüssigen Colorwaschmitteln keinerlei Vorteile bieten. Das heißt, man kann sie ruhig im Verkaufsregal stehen lassen und zu einem guten Colorwaschmittel greifen."

So schnitt keines der speziellen Flüssigwaschmittel generell besser als "befriedigend" ab. Wenige gut bewertete Produkte gab es nur unter den herkömmlichen Colorwaschmitteln in flüssiger Form. Die Kritik betrifft viele Aspekte:

"Die Flüssigwaschmittel enthalten wie alle Waschmittel Tenside, haben aber keine Bleiche. Manche haben allerdings optische Aufheller, was schlecht für Pastelltöne ist. Grundsätzlich sind sie in der Waschleistung von "gut" bis "befriedigend" – manche auch schlechter. Wir hatten auch ein Produkt dabei, was in der Waschleistung nur "mangelhaft" ist, weil es auch kaum gegen Flecken wirkt."

Verbraucher sollten sich zudem auch darüber im Klaren sein, dass Flüssigwaschmittel für die Umwelt schädlicher sind, als beispielsweise Waschmittel in fester Form – die als Pulver oder auch als Pearls angeboten werden. Brigitte Kluth-Kosnik:

"Flüssigwaschmittel müssen Konservierungsmittel enthalten. Pulver brauchen dies nicht. Diese Konservierungsmittel belasten somit die Gewässer zusätzlich. Das ist generell schlechter gegenüber den Pulvern. Wir hatten im Test auch ein Produkt, welches besonders viele Konservierungsmittel enthalten hat. Das war bei den Umwelteigenschaften dann auch nur "mangelhaft"."

Nicht nur bei den Umwelteigenschaften sind Pulver- oder Pearls-Produkte den flüssigen Waschmitteln überlegen. Auch generell – das zeigen andere Warentest-Untersuchungen – schnitten die Waschmittel in fester Form meist einen Tick besser ab. Allerdings kann es hier auf dunklen Sachen stets auch zu unschönen Pulverablagerungen kommen. Diesen Effekt haben die Flüssigwaschmittel nicht.

Nur vier der 19 untersuchten Flüssigen konnten überzeugen:

"Es gibt nur einige Colorwaschmittel, die "gut" abgeschnitten haben. Ganz vorne steht "Persil Color-Gel", das kostet aber 0,27 Euro pro Waschladung, was recht viel ist. Kaum schlechter, aber mit 0,13 Euro pro Ladung deutlich günstiger, sind die flüssigen Colors von "Netto", "Edeka" und "Aldi"."

Ohnehin sollten sich Verbraucher von den vielen speziellen Waschmitteln in den Regalen nicht irritieren lassen, sagt Warentesterin Brigitte Kluth-Kosnik. Im Grunde brauche ein Haushalt nur drei verschiedene Waschmittel - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

"Ein Vollwaschmittel für weiße Wäsche und für hartnäckige Verschmutzungen. Hinzu kommt ein Colorwaschmittel. Und die dritte Waschmittelart, die Sie haben sollten, ist ein Wollwaschmittel - für alles, was aus Wolle und Seide ist. Der Grund: Die Colorwaschmittel enthalten mitunter Proteasen, die sind schlecht für Wolle, weil sie die Fäden "anknabbern" können."

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