Dienstag, 23.01.2018

Wehrlos

Ein Sprengstoffanschlag, eine Verschwörungstheorie und eine unerschrockene Umweltaktivistin, die versucht, die üblen Machenschaften eines globalen Konzerns aufzudecken und dabei selbst in Lebensgefahr gerät - der neue Roman der französischen Wissenschaftsjournalistin Elena Sender enthält alle Zutaten eines spannenden Forschungsthrillers.

Rezension: Ralf Krauter

Elena Sender: Wehrlos (Piper Verlag)
Elena Sender: Wehrlos (Piper Verlag)

Dass die Autorin noch nicht ganz so fesselnd erzählt wie etablierte Bestsellerautoren vom Rang eines Dan Brown etwa stört nur zu Beginn der Lektüre etwas. Im Verlauf der Geschichte macht Elena Sender dieses Defizit durch ihre profunden Einblicke in die Welt der Wissenschaft wett. So benutzt sie zum Beispiel den gescheiterten Klimagipfel von Kopenhagen geschickt als Kulisse für die Protagonisten ihrer Story, in der es um käufliche Forscher, um vollmundige Heilsversprechen und enttäuschte Erwartungen geht.

Wer wissen will, warum beim internationalen Klimapoker am Ende keiner gewinnt und was die regenerative Medizin heute schon leisten kann, der wird von diesem Thriller zugleich bestens informiert und unterhalten.

Elena Sender: Wehrlos
ISBN 978-3-492-30259-3
Piper-Verlag, 441 Seiten, 9,99 Euro

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk