Freitag, 19.01.2018
StartseiteVerbrauchertippFür 3,70 Euro bis zum Nordpol28.11.2017

WeihnachtspostFür 3,70 Euro bis zum Nordpol

Wer Weihnachtspost ins Ausland schicken will, sollte langsam in die Pötte kommen, vor allem, wenn die Geschenke nach Übersee gehen. Zudem kann es sich lohnen, die Leistungen der Transportdienste zu vergleichen. Und es gilt einiges zu beachten - von der Zollerklärung bis zur Verpackung.

Von Peter Dickmeyer

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Das einzige Weihnachtspostamt Ostdeutschlands startete am Dienstag 10.11.2015 in seine diesjährige Saison. Bis Heiligabend werden im nordbrandenburgischen Himmelpfort wieder Briefe aus aller Welt an den Weihnachtsmann auf Deutsch und in zahlreichen Fremdsprachen beantwortet. Die Geschichte des Weihnachtspostamtes begann 1984 in der DDR, als zwei Kinder aus Berlin und Sachsen Briefe an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort schickten. Inzwischen gehen jedes Jahr weit ueber 200.000 Briefe aus zahlreichen Laendern der Welt in Himmelpfort ein. (imago / epd)
Das einzige Weihnachtspostamt Ostdeutschlands startete 2015 (imago / epd)
Mehr zum Thema

Verspätete Weihnachtspost Kundenrechte bei Paketdiensten

Weihnachtspost Ambitionierte Grüße

Adventsbesuch (1/3) Der Kölner Kabarettist und Autor Markus Barth

Jedes Jahr, wenn der Advent in Sichtweite kommt, hat eine Frage in Deutschlands Post-Filialen Hochkonjunktur: Wann muss ich meine Sendung abschicken, damit sie noch bis Weihnachten ankommt?

"Innerhalb Deutschlands ist es der 21.12., damit sie rechtzeitig zum 23. Dezember dort sind."

Denn der 24. Dezember - also Heiligabend - erklärt die Mitarbeiterin der Postfiliale in Engelskirchen weiter - fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Doch auf diese Frage gibt es mehr als nur eine Antwort, verrät sie. Denn natürlich dauert es länger, wenn die Sendung ins Ausland geht. "Innerhalb Europas sind wir beim 15.12."

Transportdienste vergleichen

Und geht es sogar über die EU-Grenzen hinaus, sollte die Sendung spätestens Anfang Dezember auf den Weg gebracht werden, will man auf einen kostspieligen Express-Service verzichten. Wer nur eine kleine Aufmerksamkeit bis zwei Kilo verschicken möchte, kann bei Auslandsendungen viel Geld sparen. So bietet zum Beispiel die Deutsche Post mit ihrem Auslandsbrief eine Versandform an, die in Größe und Gewicht durchaus einem Päckchen entsprechen kann, aber deutlich günstiger ist.

So kostet zum Beispiel ein Auslandsbrief von der Größe eines Schuhkartons bis zu einem Gewicht von 500 Gramm weltweit – also egal ob nach Tokio, New York oder zum Nordpol – gerade mal 3,70 EUR. Und das als Luftpost-Transport ohne Zuschlag. Aber auch andere Transportdienste haben ihre Spezialitäten im Programm. Und da sich die Tarife in Größe und Gewicht unterscheiden, lohnt sich – besonders beim Auslandsversand – ein Vergleich.

Zollerklärung außerhalb der EU nötig

Aber egal mit welchem Anbieter das Weihnachtsgeschenk verschickt wird: Sobald eine Sendung das EU-Gebiet verlässt, ist eine Zollerklärung zwingend notwendig. Entsprechende Formulare gibt es kostenlos bei allen Paketdiensten. Nicht nur, dass eine Zollerklärung vorgeschrieben ist; fehlt sie, steigt auch die Gefahr, dass Zollbeamte genau dieses Paket für eine ausführliche Inhaltskontrolle unter die Lupe nehmen. Und das kann die Transportzeit noch einmal deutlich verlängern. Allerdings sollten Verbraucher vor dem Abschicken auch prüfen, ob das Weihnachtsgeschenk in das jeweilige Land eingeführt werden darf, rät Jens Ahland vom Hauptzollamt in Köln.

"Also wichtig ist, bevor ich etwas abschicken will, mir noch mal aktuelle Informationen zu besorgen. Denn Regeln, Richtlinien in anderen Ländern können sich auch mal ändern. Und die Informationsquellen, wo ich die Informationen bekomme, abklären. Das heißt, offizielle Seiten oder die Konsulate der Länder, wo ich was hinschicken will, das sind verlässliche Daten."

Stabile Verpackung

So haben die meisten Konsulate deutschsprachige Telefonauskünfte. Natürlich kann man auch im Internet fündig werden. Wobei die erstbeste Seite, die eine Suchmaschine ausspuckt, nicht unbedingt auch immer die mit den verlässlichsten Informationen ist.

"Auf unserer Internetseite www.zoll.de findet man auch Informationen zum Versenden. Und auch unsere App Zoll und Post kann ich wärmstens empfehlen."

Und was die Verpackung angeht, so sollte die gerade bei Auslandspost besonders stabil sein. Denn ein längerer Transportweg bietet auch mehr Möglichkeiten für Transportschäden und Unfälle. Als Faustregel gilt: Ein Paket sollte so gut verpackt sein, dass es im Zweifelsfall auch einen Sturz von der Tischkante problemlos übersteht.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk