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StartseiteKulturfragenWer D singt, muss auch E singen31.12.2006

Wer D singt, muss auch E singen

Der neue Tagesausklang im Deutschlandfunk verbindet Deutschlandlied und Europahymne

Ab Silvester 2006 erklingt im Deutschlandfunk die Deutschland- und Europahymne zum Programmschluss. Der 50. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März 2007 und die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im ersten Halbjahr des neuen Jahres waren der letzte Impuls, Deutschlandlied und Europahymne zum Sendeausklang musikalisch zu verbinden. Zur politischen und musikalischen Geschichte einer Aufnahme.

Von Matthias Sträßner

Das Rundfunksinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski spielte die Hymnen ein. (Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin)
Das Rundfunksinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski spielte die Hymnen ein. (Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin)

Ich habe diese Anschrift von Deinem Bruder Wolfgang erhalten und darf Dich mit einer Angelegenheit befassen, die für den Europarat von Wichtigkeit und für Dich vielleicht von Interesse ist. Anlässlich der Sitzung der Ständigen Kommission der Beratenden Versammlung des Europarates am 8.Juli dieses Jahres in Berlin wurde der Beschluss gefasst, die Hymne "An die Freude" aus Beethovens Neunter Symphonie zur offiziellen europäischen Hymne zu erklären. ... .Allerdings wurde zugleich beschlossen, den Text zunächst offen zu lassen, was bei einer multilinguistischen Organisation verständlich ist, das heißt, die Hymne wird zunächst nur gespielt und nicht gesungen werden. Wahrscheinlich wird die Frage des Textes in ein paar Jahren, je nach der Entwicklung geklärt werden.

Nun ist es für uns von großer, ich möchte sagen administrativer, Bedeutung, eine offizielle Version der Hymne zu haben, die dann als dokumentarische Unterlage für alle Zukunft gilt. Das ist außerordentlich wichtig, damit dann nicht bei jeder Veranstaltung irgend eine andere Präsentation der Hymne gegeben wird. Nach Fühlungnahme mit mehreren Kollegen aus der Versammlung möchte ich nun Dich bitten, die offizielle Version der Hymne zu dirigieren.


So, ganz vorsichtig vortastend, wendet sich der damalige Generalsekretär des Europarates, Dr. Lujo Toncic-Sorinj in einem Brief vom 24. Juli 1971 an den Dirigenten Herbert von Karajan. Die Sitzung des Ausschusses für Raumordnung und Gemeindefragen des Europarats hatte nur kurz zuvor, am 9. Juli 1971, in Westberlin stattgefunden. Und der französische Vorsitzende der Kommission, René Radius, hatte die Sitzung mit den Worten eingeleitet:

" Zu dieser Stunde, die von eigennützigen Berechnungen gekennzeichnet ist, zu dieser Stunde, da die Zahlen, Tarife und Handelsspannen die Debatten über Europa beherrschen, sollte sich die Versammlung mehr denn je bemühen, eben diese Debatte wieder auf jene Ebene zurückzuführen, auf der sie vor fünfundzwanzig Jahren begonnen hatte."

Der Berliner Beschluss wurde am 19.Januar 1972 vom Straßburger Ministerrat abgesegnet, und der Auftrag an Herbert von Karajan konnte ergehen. Am 5.Juli 1972 spielte der Dirigent für die Deutsche Grammophon seine Fassung der Hymne mit den Berliner Philharmonikern ein. Auf den offiziellen Web-Seiten liest sich die entsprechende Verlautbarung der EU auch heute noch folgendermaßen:

Dies ist die Hymne nicht nur der Europäischen Union, sondern Europas in einem weiteren Sinne. Die Melodie ist der Neunten Symphonie Ludwig van Beethovens von 1823 entnommen.
Mit dem letzten Satz dieser Symphonie vertonte Beethoven die "Ode an die Freude" von Friedrich von Schiller aus dem Jahr 1785. Dieses Gedicht entsprang Schillers idealistischer Vision der Menschen, die zu Brüdern werden - einer Vision, die Beethoven teilte ... ..Ohne Worte, in der universalen Sprache der Musik, ist die Hymne Ausdruck der idealistischen Werte Freiheit, Frieden und Solidarität, für die Europa steht. 1985 wurde sie von den Staats- und Regierungschefs der Union als offizielle Hymne der EU angenommen. Sie soll die Nationalhymnen der Mitgliedstaaten nicht ersetzen, sondern versinnbildlicht die Werte, die sie alle teilen sowie die Einheit in der Vielfalt.


Der Vorschlag, Beethovens letzte Sinfonie als Grundlage einer Hymne für Europa zu nehmen, war alt. Schon 1837 hatte ein englischer Kritiker geschrieben:

Schließlich wäre das größte Monument, das man Beethoven widmen könnte, die angemessene Aufführung seiner Werke: die jährliche Wiederaufführung seiner Chor-Sinfonie mit tausend oder 1500 Personen - die große Freimaurer-Hymne Europas, getragen von tausend Stimmen, unterstützt von einem fünfhundertköpfigen Orchester - das wäre die Apotheose, die sich der Komponist gewiss selbst gewünscht hätte, wäre ihm ein längeres Leben vergönnt gewesen.

Freilich galt für Beethovens Musik und Schillers Text auch das Gegenteil und die Vertreter der Europäischen Kommission waren sich bewusst, dass es zu Beethovens Neunter auch eine subversive Tradition gab, die vom deutschen Vormärz bis zum Roman "Clockwork Orange" von Anthony Burgess 1971 reichte, dessen Verfilmung von Stanley Kubrick weltbekannt wurde.

Was der Franzose Edgar Quinet um 1871 als "Marseillaise der Menschheit" bezeichnen sollte, hatte auch schon als "Anti-Marseillaise" gedient. 1809 zum Beispiel, beim Ausbruch des Krieges gegen das napoleonische Frankreich, war es Heinrich von Kleist, der nach dem metrischen Muster von Schillers "Lied an die Freude" ein franzosenfeindliches Pamphlet dichtete und für den Rhein als geographische Grenze zu Frankreich plädierte:

Alle Plätze, Trift` und Stätten,
Färbt mit ihren Knochen weiß;
Welchen Rab und Fuchs verschmähten,
Gebet ihn den Fischen preis;
Dämmt den Rhein mit ihren Leichen;
Laßt, gestäuft von ihrem Bein,
Schäumend um die Pfalz ihn weichen,
Und ihn dann die Grenze sein!


Gerade auch das politische Berlin verbindet seit der Uraufführung eine eigene Geschichte mit Beethoven und es war ein langer Weg, bis der Bonner Sohn Beethoven aus dem politischen Bonn über die Europa-Hymne im politischen Berlin ankam.

Es begann genau genommen schon mit der Uraufführung, die, wenn es nach Beethoven gegangen wäre, auch in Berlin hätte stattfinden können! Denn erst als in Wien das Gerücht umging, dass sich Beethoven an den Berliner Intendanten Brühl gewandt habe, ob eine Uraufführung in Berlin möglich sei, kam es in Wien zu einer "großen Aktion". Und noch im September 1826 fertigt Beethoven eine Abschrift des Manuskripts für den König von Preußen, Friedrich Wilhelm III, an, nachdem sein Verlag (Schott) über ein Jahr zu klären versucht hatte, ob eine solche Zueignung willkommen sei. Der devoten Zueignung Beethovens folgte ein kurzer, ja unhöflich-knapper Brief aus Berlin, dem noch dazu statt des versprochenen Brilliantringes nur ein seltsam "rötlicher Stein" beilag. Ein kalkuliertes Versehen? Eine ostentative Missachtung des Komponisten? Ein Diebstahl? Jedenfalls versilberte der wütende Beethoven das politische Geschenk aus Berlin umgehend bei einem Wiener Goldschmied.

Auch die Berliner Musikkritik meinte es mit Beethovens Sinfonie nicht gut, und in der Hauptstadt war es in der Hälfte des 19.Jahrhunderts gängige Praxis, gerade den vierten Satz mit Schillers berühmten Schlusschor ganz einfach wegzulassen Das war mehr als hundert Jahre später ganz anders: Furtwänglers Aufführungen der "Neunten", so umstritten wie singulär, zeigten ein ästhetisches Jahrhundertwerk in den Klauen einer perfiden und verlogenen Selbstbestätigungs- und Selbstbeweihräucherungspolitik der nazistischen Machthaber.

Dieses Werk, als Gipfel deutscher Kultur weltweit anerkannt, galt Vielen als geschändet. Die "Kinder des Kerkers" mochten - wie Thomas Mann in seinem Roman "Dr. Faustus" erzählen lässt - durchaus geträumt haben, die "'Neunte Symphonie' als Morgenfeier der Befreiung Deutschlands" aufzuführen, aber die dauerhafte Inanspruchnahme dieses Werks durch die Nazis stand dieser inneren Bereitschaft im Wege. In einem Brief an den Bildhauer Emil Preetorius vom 30.Dezember 1946 - also vor fast genau 60 Jahren - schreibt Thomas Mann über seinen entstehenden Roman:

Eben imaginiere und komponiere ich für meinen Musiker ... .ein Lied an die Trauer, da die 'Freude' der Neunten Symphonie offenbar nicht sein soll und ihre Verkündigung zurückgenommen werden muss.

Was sich im Jahr der Wende, 1989, wieder diametral ändern sollte. Denn als Leonard Bernstein am 23. und 25. Dezember 1989, unmittelbar nach dem Mauerfall, die Neunte in Berlin aufführte, stand gerade Beethovens Schlusssatz im Mittelpunkt, und Leonard Bernstein- mit Sinn für Pathos - ließ die Zeilen "Freude, schöner Götterfunke" bewusst umtexten. "Freiheit, nicht Freude, Freiheit, schöner Götterfunken!" intoniert der Bass Jan-Hendrik Rootering, wovon der Mitschnitt des Konzerts vom 25.12.1989 aus dem Berliner Konzerthaus Zeugnis ablegt:

Trotzdem ging es bei der konkreten Fassung einer Europahymne darum, wie es Dieter Hildebrandt in seiner wegweisenden Studie über Beethovens "Neunte" einmal nannte - ein "politkompatibles, fernsehtaugliches, nutzungsfreundliches Feiertagskürzel" der Beethoven-Sinfonie zu erstellen. "Nicht Komposition, sondern Kondensation war gefragt," meint Hildebrandt.

Anders war es mit den Fassungen des Deutschlandlieds auch nicht. Zum kollektiven Umgang mit beiden Hymnen gehört auch die kollektive Erinnerung an historisch gebotene Zurücknahmen ihrer Inhalte. Probleme der Hymnen- Kondensation waren dem Deutschlandfunk seit seiner Gründung im Jahr 1962 nicht unbekannt, und die gesendeten Fassungen der Nationalhymne haben im Haus ihre eigene Geschichte. Und so mag es im Rückblick überraschen, dass der Deutschlandfunk zunächst bewußt auf das Abspielen der Hymne verzichtete. Dieser Verzicht stand noch in der Logik des Kalten Krieges:

Im Blick auf die in den Ostblockstaaten herrschende Überwachungspraxis ist es nicht möglich, Angaben über die Aufnahme der Programminhalte zu machen ... .Es steht aber fest, dass der Wille, sich umfassend und sachlich informieren zu lassen, fast jedes Risiko in Kauf nimmt. Sache des Deutschlandfunk ist es, dieses Risiko so klein wie möglich zu halten. Er wird es - um nur zwei Beispiele zu nennen - daher weder durch ein durchdringendes Pausenzeichen noch durch das sonst übliche Spielen der Nationalhymne am Schluss eines Sendetages vergrößern.

Die Einführung der Nationalhymne zum Programmschluss des Deutschlandfunk um 23:58 ist erst dem Programmschema von 1968 zu entnehmen . Bis dahin leistete das Pausenzeichen gleichsam die Dienste einer Ersatz-Hymne. Es wird im zweiten Deutschlandfunk- Jahrbuch entsprechend ausführlich erklärt:

Der oben aufgezeichneten Melodie wurden die Worte "Du Land voll Lieb und Leben" unterlegt; die Melodie wird auf der Celesta gespielt. Die Melodie ist eine Volksweise, die zum erstenmal 1823 in einer von Friedrich Silcher herausgegebenen Sammlung gedruckt wurde. Der Text stammt von Hans-Ferdinand Massmann (1820), wahrscheinlich einem Gedicht von Paul Gerhardt nachgebildet; im Original heißt die Zeile: "Dir Land voll Lieb und Leben". H.-F. Massmann war gebürtiger Berliner und lehrte an der dortigen Universität als Professor der deutschen Sprache und Literatur.

Die im Deutschlandfunk später eingesetzte Fassung der Nationalhymne wurde erst am 2. Januar 1968 vom Radio-Symphonieorchester Berlin unter der Leitung von Heinz Hoefs eingespielt. Heinz Hoefs mag heute nur noch wenigen bekannt sein, im Rückblick steht sein Name aber für ein rundfunkpolitisches wie musikgeschichtliches Kuriosum: Heinz Hoefs war eigentlich der Soloflötist des Radio- Symphonieorchesters Berlin, war aber - als die Amerikaner die finanzielle Unterstützung für das RIAS-Symphonie-Orchester aufgekündigt hatten - bis 1974 auch Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter des sich als GmbH neu formierenden Orchesters! Er war es, der unter Ferenc Fricsay und unter Lorin Maazel dem Orchester dazu verhalf, nicht nur zu überleben, sondern auch seinen heutigen internationalen Ruf zu begründen. Und bei dieser Aufnahme waltete der Solo-Flötist und Geschäftsführer in Personalunion auch noch als Dirigent!

Später, 1975, entschied man sich im Deutschlandfunk dafür, die sinfonische Fassung wieder auf die zugrunde liegende Quartett-Fassung Haydns zu reduzieren, eingespielt vom Amadeus-Quartett. Auch das geschah nicht völlig ohne politische Hintergedanken: schließlich hatten sich die Musiker des Quartetts in London gefunden, wohin die drei jungen österreichischen Geiger Norbert Brainin, Siegmund Nissel und Peter Schidlof hatten fliehen müssen, weil sie Juden waren.
Und von 1991 an war eine Aufnahme des Emerson String Quartetts zu hören, von welcher der Deutschlandfunk stolz sagen konnte, dass sie 1988 im eigenen Kammermusiksaal des DLF aufgenommen worden war.
Der 50. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März 2007 und die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im ersten Halbjahr des neuen Jahres waren der letzte Impuls, Deutschlandlied und Europahymne zum Sendeausklang musikalisch zu verbinden. Selbst wenn dies - wie bisher immer- beredt stumm, also textlos nur durch Verbindung zweier Instrumentalstücke geschehen kann, so ist das Zusammenschweißen dieser Musikstücke doch nicht so ganz einfach. Der Dirigent der Aufnahme Marek Janowski:

" Es gibt eine Tatsache, die speziell im 19. Jahrhundert noch über das ganze 19. Jahrhundert hinweg bis in das frühe 20. Jahrhundert, wo noch auch im extensiven Sinne letztlich tonal komponiert worden ist, die Tonarten eine Symbolik gehabt haben. Richard Wagner hätte niemals seinen "Wach auf"-Chor, den er in den 'Meistersingern' für das Volk schreibt, in einer anderen Tonart als in G-Dur konzipieren können. ... .es gibt Tonarten, die einen bestimmten Zug zu einer geistigen oder seelischen Haltung des Hörers haben. Und ein G-Dur, Originaltonart des Kaiserquartett-Satzes, der ja die Basis der deutschen Nationalhymne ist, ist eine - ich wage nicht, das Wort "völkische Tonart" in den Mund zu nehmen -, ist eine Volkstonart. Und die Hymne an die Freude, wie wir heute so schnell bereit sind, das fundamentale Variationenthema der IX. Beethovens, des Finales zu nennen, hat im Charakter in der Konzeption der Tonartensymbolik überhaupt nur einen Sinn, wenn sie in D-Dur steht und nicht, wenn sie in C-Dur stünde oder wenn sie in A-Dur stünde. ... Es wäre für mich schwer akzeptabel und schwer verdaubar gewesen, wenn der Deutschlandfunk mich gebeten hätte, beide Hymnen in einer nennen wir sie mal Kompromisstonart, der gleichen Tonart aufzunehmen."

Haydn hat sein Werk als Streichquartett komponiert, Beethoven dagegen schrieb eine große Sinfonie mit Chor. Und weil das Ziel war, beide Hymnen in der Original - Tonart nebeneinander und eben auch gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen, musste entweder das Besetzungsniveau des Haydn-Streichquartetts angehoben, oder das Besetzungs-Niveau der Beethoven-Sinfonie abgesenkt werden.

Am 5.September 2006 wurde der Versuch gewagt: das Rundfunksinfonieorchester Berlin spielt unter der Leitung von Marek Janowski die Hymnen an einem historischen Ort ein, in der Jesus-Christus- Kirche in Berlin- Dahlem, wo auch Herbert von Karajan seine Aufnahme im Februar 1972 gemacht hatte. Aufgenommen wurden 2 Fassungen: eine sinfonische Aufnahme mit "großem" Orchester, und eine "kleine" Version nur mit Streichern. In beiden Fällen ist die Hymne nicht zu einem "Song of Joy" geworden, statt dessen verbindet beide Fassungen Bescheidenheit und Intensität. Für den Sendeschluss ausgewählt wurde die so genannte "kleine" Streicherfassung, und nur jetzt können Sie einen Ausschnitt aus der Fassung für großes Orchester hören, die anschließend ihren Platz im Panzerschrank des Archivs finden wird:

Nicht vergessen sei, dass das Rundfunksinfonieorchester Berlin die Einspielung der Hymnen zu einer Benefiz-Aktion eigener Art gemacht hat. Im Vorgriff auf zu erwartende Verwertungs-Einnahmen stiftete das Orchester einen namhaften Betrag für das eigene Jugendorchester, die Deutsche Streicher Philharmonie. Professor Ditte Leser, Mitglied des Orchesters::

" Die deutsche Streicherphilharmonie ist ein reines Streichorchester, wie es ja der Name sagt, bundesweit, entstanden vor 33 Jahren durch den Rundfunk der DDR, durch Helmut Koch gegründet ... Es ist das Patenorchester ... .. Es war ursprünglich als Rundfunkmusikschulorchester gegründet und wir haben eigentlich immer großen Wert darauf gelegt, diese Anbindung an den Rundfunk auch zu behalten. Patenschaft beinhaltet, dass zum einen natürlich nach wie vor, was ja schon immer der Fall ist, die Dozenten sich ausschließlich aus dem Rundfunksymphonieorchester rekrutieren und dass wir gemeinsame Konzerte mit der deutschen Streicherphilharmonie veranstalten. "

Mit dieser Einspielung wird das Rundfunksinfonieorchesters Berlin einen aktiven Beitrag für die Jugendarbeit leisten. Orchestervorstand Jörg Lehmann:

" Im Rahmen dieser Aktion, dieser Aufnahme der Europahymne, haben wir Geld zur Verfügung gestellt, was dem Orchester der jungen deutschen Streicherphilharmonie zu Gute kommt ... .. und ich kann jetzt sagen, dass für die junge deutsche Streicherphilharmonie die Zusammenarbeit mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin für die nächsten Jahre auf jeden Fall gesichert ist."

Die veränderte Fassung zum Tagesausklang des Deutschlandfunk-Programms braucht freilich etwas mehr Zeit. Von Februar 1968 bis zum 30.Dezember 2006 war im Programmheft zu lesen: "Nationalhymne" 23.58 Uhr. Seit dem Silvesterabend 2006, seit heute, heißt es nun: "National- und Europahymne": 23. 57 Uhr

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