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Wer ersetzt die Zivis?

Nachrichten aus dem Pflegebereich

Von Nora Bauer

Eine Pflegerin hält die Hand einer Heimbewohnerin. (AP)
Eine Pflegerin hält die Hand einer Heimbewohnerin. (AP)

Seit der Aussetzung der Wehrpflicht ist auch der Zivildienst obsolet. Dafür gibt es nun den sogenannten Bundesfreiwilligendienst, abgekürzt Bufdi. Er dauert sechs bis 24 Monate, Männer und Frauen ab 16 Jahren sollen u.a. in Krankenhäusern, Alten- oder Behindertenheimen eingesetzt werden.

Die Arbeit der Zivis bildete das "Sahnehäubchen" in den Pflegebereichen der Wohlfahrtsverbände: Kaffeefahrten, Abhol- und Bringdienste bei Arztbesuchen, Hilfe beim Anziehen, Vorlesestunden, Spielenachmittage, Tanztees fallen aber nun immer häufiger flach.

Die Zahl der Zivis hatte beim Arbeiter-Samariter-Bund zuletzt bei über 1000 gelegen. Derzeit beschäftigt der ASB bundesweit rund 40 Bundesfreiwillige. Nicht anders beim Malteser Hilfsdienst: Der zählt etwas mehr als 200 Bundesfreiwillige, zuletzt waren dort etwa 1200 Zivis im Einsatz.

Bei der Johanniter- Unfall-Hilfe wäre noch Platz für bis zu 1000 Freiwillige. Der Bedarf ist riesengroß.

Vor allem im Pflegebereich wird die Lücke, die das Ende des Zivildienstes hinterlassen hat, durch den Bundesfreiwilligendienst bis heute nicht geschlossen. Also sollen andere Beschäftigungsansätze für Ausgleich sorgen.


DLF 2012

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