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"Wie eine schöne Wolke am Himmel"

Roland Barthes und die Poesie

Von Roland Koch

Roland Barthes
Roland Barthes

Der französische Philosoph Roland Barthes (1915-1980) ist in den letzten Jahren durch die auch auf Deutsch erschienenen Mitschriften seiner Vorlesungen ("Das Neutrum", "Wie zusammen leben") wieder neu entdeckt worden.

Er hat sich spielerische, fruchtbare Gedanken über das Schreiben gemacht und sogar Ende der 70er-Jahre eine Vorlesung über "Die Vorbereitung des Romans" gehalten.

Niemand sieht so genau hin wie Barthes, was Schreiben eigentlich bedeutet, wie man damit beginnt, wie man es lernt, wie es auf eine höhere Stufe führt. Roland Barthes zeigt uns seinen Weg zur Poesie.

Regie: Claudia Kattanek

DLF 2012

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Das Feature

Berlins jüdische Israelis Meschugge Mischpoke und West-Ost-Divan

Schaufenster eines Lebensmittelgeschäfts mit Jüdischen Spezialitäten in Berlin. (imago / Lem)

Wenn Ronit Land am Denkmal "Züge ins Leben - Züge in den Tod" vor dem Bahnhof Friedrichstraße in Berlin steht, dann denkt sie an ihre Mutter. Ende August 1939 saß das zwölfjährige jüdische Mädchen Cilly Salomon hier und wartete auf den Kindertransport, mit dem ihr die Flucht aus Nazideutschland gelingen sollte.

Orson WellesEin Puzzle

Der US-amerikanische Regisseur und Schauspieler Orson Welles (1915-1985) begrüßt im Februar 1982 bei der Verleihung des Filmpreises "Cesar 82" in Paris das Publikum.

"Rosebud!": Es ist eines der großen Rätsel der Filmgeschichte, das letzte Wort des Tycoons Citizen Kane in jenem Film, der regelmäßig an erster Stelle genannt wird, wenn es um Kinoranglisten geht. Zum 100. Geburtstag begibt sich der Schriftsteller Thomas von Steinaecker wie der Reporter in Citizen Kane auf die Suche nach den Puzzlesteinchen.

50 Jahre deutsch-israelische BeziehungenSprachstunde null

Der Publizist und Hamburger Senatsdirektor Erich Lüth (1902 - 1989) sprach am 11.02.1952 in der Aula der Frankfurter Universität über "Frieden mit Israel" und wandte sich erneut gegen den Regisseur V. Harlan. (picture-alliance / dpa)

Für die an den Juden begangenen Verbrechen fand die bundesrepublikanische Öffentlichkeit in den frühen Jahren nach dem Krieg noch keine Sprache. Das Thema wurde verdrängt oder geleugnet, und Fragen von Schuld und Verantwortung erschienen fast ausschließlich im Zusammenhang der geplanten, äußerst unpopulären Entschädigungszahlungen.