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StartseiteDas Feature"Wie wenn man einen Stein in ein stilles Wasser wirft"21.10.2011

"Wie wenn man einen Stein in ein stilles Wasser wirft"

Die Bildhauerin Anna Mahler

"Ich habe darunter gelitten, dass die allgemeine Meinung ist, dass, wenn jemand sehr gut war - wie Mahler anscheinend in der Musik -, dass die Kinder nix wert sind. Das war schwer zu ertragen." Das sagte Anna Mahler, die Tochter von dem musikalischen Genie Gustav Mahler.

Von Elke Pressler

Bronze-Büste von Gustav Mahler (AP Archiv)
Bronze-Büste von Gustav Mahler (AP Archiv)

Sie war ein nachdenkliches, ruhiges Mädchen, das in eine außergewöhnliche Familie hineingeboren wurde: Ihre Eltern waren der österreichische Komponist Gustav Mahler (1860 - 1911) und die geniale Selbstdarstellerin und Männersammlerin Alma Mahler-Werfel (1879 - 1964).

Anna Mahler (1904 - 1988) war aber auch selbst eine glamouröse Figur. Zwischen Femme fatale und ernsthafter Bildhauerin changiert das Bild dieser Tochter.

Mit Konsequenz und Hartnäckigkeit hat sie trotz musikalischer Begabung ihre Arbeit als bildende Künstlerin verfolgt. Ihr Weg führte sie von Wien ins Exil nach London, später nach Los Angeles und von dort wieder zurück nach London und Spoleto.

Sie hat ein umfangreiches Werk geschaffen, das jedoch nie die ersehnte Anerkennung erhielt.

Anna Mahler faszinierte ihre Zeitgenossen durch ihre Schönheit und Klugheit: Elias Canetti hat ihr in seinem Roman "Augenspiel" ein literarisches Denkmal gesetzt.

DLF/SWR 2011

Aus rechtlichen Gründen kann das Manuskript zur Sendung nicht online zur Verfügung gestellt werden.

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