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Wilder PilotenstreikTuifly muss Passagiere entschädigen

Ein Flugzeug mit dem Logo von TUI auf seiner Heckspitze und dem Flügel. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
Ein wilder Streik hatte Teile der Tui 2016 lahmgelegt. (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)

Die Fluggesellschaft Tuifly muss Passagiere wegen des wilden Pilotenstreiks von 2016 entschädigen.

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschied, das Unternehmen habe mit einer überraschend angekündigten Umstrukturierung die Arbeitskampfmaßnahme selbst verschuldet. Es könne sich daher nicht auf "außergewöhnliche Umstände" berufen, die es nach üblicher Regelung von der Pflicht zu Ausgleichszahlungen befreie. Das Management hatte damals mitgeteilt, die Touristiksparte mit der des früheren Partners Air Berlin zusammenzulegen. Die Arbeitnehmer verbreiteten daraufhin unabhängig von den Gewerkschaften einen Aufruf, sich krank zu melden. Die Abwesenheiten stiegen anschließend rapide an, sodass es zu Einschränkungen für die Passagiere kam.

Diese Nachricht wurde am 17.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.