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Wirtschafts-Presseschau

24. März 2017Die Wirtschaftspresseschau

Ein neuer Fahrgast-Rekord und mehr als 700 Millionen Euro Gewinn: Nur einen Tag nach der Wahl des neuen Chefs liefert die Deutsche Bahn eine erfreuliche Bilanz für 2016 ab.

Richard Lutz, Vorstand Finanzen und Controlling der Deutschen Bahn, spricht am 19.03.2015 in Berlin bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen 2014. (dpa / picture-aliance / Britta Pedersen)
Richard Lutz (dpa / picture-aliance / Britta Pedersen)

"Ein gelungener Beginn folgt bei der Bahn auf ein missglücktes Ende", lobt DER TAGESSPIEGEL aus Berlin.

"Richard Lutz geht als Nachfolger von Rüdiger Grube mit Vorschuss an den Start. Die für Bahn-Verhältnisse guten Zahlen, die geschlossene Unterstützung des Aufsichtsrats, der finanzielle Rückhalt des Eigentümers – all das hilft Lutz in seiner Doppelrolle als Konzern- und Finanzchef ins Amt. Vielleicht hat der 53-Jährige aus der Pfalz tatsächlich ein paar neue Ideen für den trägen Schienenkonzern."

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU hält fest:

"Lutz erntet jetzt, was sein Vorgänger gesät hat. Der Fairness halber muss man jedoch daran erinnern, dass Lutz als Finanzchef auch schon bisher zum engsten DB-Führungsteam gehörte. Er hat also einen großen Anteil daran, dass die Trendwende geschafft ist. Die Bahn ist als Unternehmen auf dem richtigen Weg. Was aber fehlt, ist eine klare Linie in der Bahnpolitik. Dafür freilich trägt nicht die Bahn die Verantwortung, sondern die amtierende Regierung."

In Erinnerung an den 60. Jahrestag der EWG-Gründungsverträge wollen die EU-Regierungschefs morgen in Rom eine Erklärung verabschieden. DER STANDARD aus Wien ist vom Entwurf dazu sehr angetan:

"Vom naiven Fortschrittsglauben von 1957 ist keine Rede mehr. So viel Reflexion und realistische Einsicht, dass es wie derzeit nicht weitergehen kann und wird, hat es in einem wichtigen Dokument selten gegeben. Rom will Auftakt zur Bildung einer anderen, einer echten Union von Staaten sein. Die Briten sind schon nicht mehr dabei, andere könnten folgen. Die Türkei bleibt out. Aber ein Kern von Ländern, die gemeinsame Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik machen wollen, dürfte bis 2027 doch entstehen."

Vorsichtig äußert sich das HANDELSBLATT:

"Wenn EU-Mitgliedstaaten künftig mehr als bisher in unterschiedlichen Schritten und Intensitäten zusammenarbeiten, gehen sie ein großes Risiko ein: Eine zunehmende Differenzierung kann im Zerfall enden, wenn die Europäer nicht sehr aufpassen. Aber was sollen sie sonst tun? Stillstand ist keine Option. Eine sich selbst lähmende EU wird irgendwann einen langsamen Tod sterben, zumal der Druck von außen im Zeitalter der Globalisierung enorm zunimmt. Die Europäer müssen daher eine politische Verjüngungskur wagen."