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Seit 08:30 Uhr Nachrichten
StartseiteDas Feature"Wo sind wir bloß hingekommen?"09.11.2009

"Wo sind wir bloß hingekommen?"

Die letzten Monate der Stasi im Originalton

169.000 Film-, Video- und Tondokumente lagern heute in den Archiven der ehemaligen DDR-Staatssicherheit - ein Bestand, der gemessen an 112 Kilometern Schriftgut, 39 Millionen Karteikarten und 1,4 Millionen Fotos und Negativen eher gering erscheinen mag.

Von Elke Kimmel und Marcus Heumann

Außenfassade ehemaliges MfS der DDR (Neuer Berliner Kunstverein/Jens Ziehe)
Außenfassade ehemaliges MfS der DDR (Neuer Berliner Kunstverein/Jens Ziehe)

Und doch liefern gerade die Tonbänder des MfS, das im November 1989 zum "Amt für Nationale Sicherheit" (AfNS) mutierte, aufschlussreiche Eindrücke von der friedlichen Revolution aus der Perspektive des "Schilds und Schwerts der Partei".

Spitzelberichte über oppositionelle Friedensgebete, Demonstrationen und – nach dem Mauerfall – akribische Meldungen über Ein- und Ausreisezahlen sowie besondere Vorkommnisse an der durchlässig gewordenen Grenze. Teile des Telefonverkehrs jener Zeit zwischen Dienststellen und Informanten aus der ganzen DDR und der Zentrale in der Ost-Berliner Normannenstraße sind in den Archiven der Birthler-Behörde erhalten geblieben, ebenso wie die Tonprotokolle des "Zentralen Operativstabs" (ZOS), Mitschnitte von Gesprächen zwischen Stasi-Bediensteten über ihre eigene Zukunft und Aufzeichnungen aus Stasi-Dienststellen in der Provinz. "Das Feature" präsentiert erstmals eine Auswahl aus diesem bisher unveröffentlichten Material.

Erst sehr spät dämmerte den regimetreuen "Tschekisten", dass der Umbruch in der DDR auch ihr eigenes Ministerium hinwegfegen würde: Am 14. Dezember 1989 beschloss die Modrow-Regierung die Auflösung des AfNS.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

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