Mittwoch, 13.12.2017
StartseiteSport AktuellIWGA will die Zahl der Dopingkontrollen erhöhen20.07.2017

World Games in PolenIWGA will die Zahl der Dopingkontrollen erhöhen

Heute beginnen in Breslau die World Games. Die Spiele der nicht-olympischen Sportarten haben in vielerlei Hinsicht Nachholbedarf im Vergleich zu Olympia - auch bei den Dopingkontrollen.

Von Heinz Peter Kreuzer

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World Games, die größte Multisport-Veranstaltung des Jahres.  (imago )
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Die nicht-olympischen Sportarten stehen nicht so im Fokus der Öffentlichkeit und der Dopingfahnder. So gab es bisher auch keine Dopingskandale, die die Sportwelt erschüttert haben. Diese Meinung vertritt Tom Dielen, als Exekutivmitglied des Internationalen Verbandes für Weltspiele IWGA für Doping zuständig:

"Wir hatten bisher so gut wie keine großen Probleme mit Doping. Einzige Ausnahme war eine Sportart, die derzeit nicht zum Programm gehört, Bodybuilding."

Trotzdem will die IWGA die Zahl der Kontrollen erhöhen. Zwar nicht 5.000 Kontrollen für etwa 10.500 Athleten wir bei den Sommerspielen 2016 in Rio. Tom Dielen:

"Die Größe der Spiele ist nicht mit Olympia vergleichbar, auch nicht das Budget. Aber die Dopingkontrollen werden der Größe der World Games und dem Dopingrisiko der Sportarten angepasst."

Enge Zusammenarbeit mit der WADA

Dielen, der selbst einmal für die Welt-Anti-Doping-Agentur gearbeitet hat, betont die enge Zusammenarbeit mit der WADA. Bei der dopingrelevanten Einschätzung der Sportarten orientiere man sich an den Vorgaben der Welt-Anti-Doping-Agentur. Aber wie viele Proben im WADA-akkreditierten Doping-Kontroll-Labor in Warschau untersucht werden, will Dielen nicht sagen.

"Es hängt auch davon ab, ob es Weltrekorde gibt, die Zahl der Kontrollen wurde mit der polnischen Anti-Doping-Agentur besprochen, aber das ist nur provisorisch, wir können noch keine Zahlen nennen."

Vor den World Games sind die internationalen Verbände für die Kontrollen zuständig. Doch es gibt einen wichtigen Unterschied, erklärt Eva Bunthoff, Sprecherin der Nationalen Anti-Doping-Agentur.

"Anders als bei den olympischen und paralympischen Spielen gibt es für die World Games keine Vereinbarung für ein Testprogramm im Vorfeld, dennoch haben wir einen Fokus auf die deutschen Athleten und Athletinnen gesetzt, die sich in einem Testpool der NADA befinden und im Vorfeld der World Games verstärkt kontrolliert."

Hintergrund ist das unterschiedliche Nominierungsverfahren. Bei den World Games qualifizieren sich die Sportler über ihre Leistungen direkt bei den Internationalen Verbänden. Bei Olympia nominiert der Deutsche Olympische Sportbund die Athleten und dieser ist so auch für die Vortests verantwortlich.

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