• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 06:10 Uhr Geistliche Musik
StartseiteSpielweisenSignum Quartett über Janáčeks "Intime Briefe"12.07.2017

Wortspiel – Das Musik-GesprächSignum Quartett über Janáčeks "Intime Briefe"

Leoš Janáčeks zweites Streichquartett ist eine einzige Liebeserklärung. Gerichtet an seine 38 Jahre jüngere Geliebte, Kammila Stösslova. Wir erklären, wie die Musik "funktioniert".

Die vier Musiker des Signum Quartetts mit ihren Streichinstrumenten. (Irène Zandel)
Selige Liebeskantilenen: Das Signum Quartett erklärt sie (Irène Zandel)

Der Komponist selbst war schon 74 Jahre alt, als er dieses, sein bedeutendstes kammermusikalisches Werk 1928 vollendete. Ein Jahrzehnt lang hatte Janáček seine Kammila mit Liebesbriefen überschüttet. Auch seine Komposition klingt wie ein großes Bekenntnis. Zwei charaktervolle Themen eröffnen den ersten der vier Sätze, ein leidenschaftliches Sextenthema der Violinen einerseits und eine geheimnisvolle Antwort im dreifachen Pianissimo der Bratsche andererseits– als männlich-weiblichen Kontrast hat Janáček sie selbst bezeichnet. Das "weibliche" Thema blüht im Verlauf des Satzes förmlich auf. Selige Liebeskantilenen, heftige Eruptionen und tanzende Glückseligkeit bestimmen die Folgesätze. Wie sich die Themen entwickeln, wie die Sätze aufeinander reagieren und die "Intimen Briefe" gestaltet sind - darüber spricht Christoph Schmitz mit den Musikern des Signum Quartetts, die zahlreiche musikalische Beispiele bieten.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk