Freitag, 15.12.2017
StartseiteSpielweisenUngestümes Mendelssohnkonzert08.03.2017

Wortspiel - Das Musik-GesprächUngestümes Mendelssohnkonzert

Gerade einmal fünf Takte Einleitung des Orchesters im piano, dann zwei Takte im fortissimo und schon greift der Pianist mit vollen Akkorden und virtuosen Läufen in das Geschehen ein: Ungeduldig, ungezügelt, vital kommt Felix Mendelssohn Bartholdy gleich zur Sache bei seinem ersten Klavierkonzert in G-Moll.

Am Mikrofon: Christoph Schmitz

Der Pianist Ronald Brautigam spielt an einem Hammerflügel im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
Solist in Mendelssohns erstem Klavierkonzert: Ronald Brautigam (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
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Anfang 20 war er, als er dieses Werk in Rom niederschrieb, gewidmet einer noch ein paar Jahre jüngeren Geliebten, der Pianistin Delphine von Schauroth. Ein "schnell dahingeworfenes Ding" sei dieses Klavierkonzert, so der Komponist. Dennoch ist es sein erstes reifes Instrumentalkonzert. Mendelssohn hat es selbst oft und mit großem Erfolg gespielt. So ungestüm, strahlend und mitunter heroisch er im ersten Satz auftrumpft, so zart, filigran und liedhaft vergeht die Zeit im zweiten Satz.

Dirigent Michael Alexander Willens hat das Konzert zusammen mit seiner Kölner Akademie und dem niederländischen Pianisten Ronald Brautigam im Deutschlandfunk Kammermusiksaal aufgenommen - teils mit alten Instrumenten und am Hammerflügel. Im Gespräch mit Christoph Schmitz stellen sie erzählend und mit zahlreichen Musikbeispielen versehen das Werk vor. Anschließend erklingt es in voller Länge.

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