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WürdigungHamburg hat jetzt eine "Piazzetta-Ralph-Giordano"

In Hamburg wurde die Piazzetta-Ralph-Giordano eingeweiht. (pa/dpa/Bockwoldt)
In Hamburg wurde die Piazzetta-Ralph-Giordano eingeweiht. (pa/dpa/Bockwoldt)

Die Stadt Hamburg hat einen Platz zu Ehren des Schriftstellers Ralph Giordano umbenannt.

Ein Platz in unmittelbarer Nähe zum Barmbeker Bahnhof heißt nun "Piazzetta-Ralph-Giordano". Kultursenator Carsten Brosda bezeichnete Giordano als einen leidenschaftlichen Journalisten, Romanautoren und Filmemacher. Von den Nationalsozialisten fast in den Tod getrieben, habe er sich zeitlebens vehement für die demokratische Gesellschaft eingesetzt. Giordano (1923-2014), der sich in seinen Werken vor allem mit dem Holocaust und dessen Folgen auseinandersetzte, hatte im Hamburger Stadtteil Barmbek seine Kindheit und Jugend verbracht. Da die Familie Giordano italienische und jüdische Wurzeln hatte, wurde sie während des Nationalsozialismus verfolgt. Die Familie überlebte in einem Keller, in dem sie sich über mehrere Monate verstecken musste. Der stark autobiografisch geprägte Roman "Die Bertinis" von Giordano erzählt diese Geschichte.