Freistil / Archiv /

 

"You can say you to me!"

Vom feinen Unterschied zwischen Du und Sie

Von Andreas Kloner und Christina Höfferer

Spätestens nach dem ersten Kuss ist man beim Du.
Spätestens nach dem ersten Kuss ist man beim Du. (Stock.XCHNG Michelle Seixas)

"You can say you to me" soll ein deutschsprachiger Politiker einem englischsprachigen Amtskollegen angeboten haben. Wahr oder gut erfunden: Der Übergang vom respektvollen Sie zum vertrauten Du markiert einen Einschnitt in jeder Beziehung.

Es geht um das höchstpersönliche Ausloten von Distanz und Nähe mit Hilfe der Sprache.

Beim Hamburger Sie wird der Vorname mit dem Sie verbunden. Das Gegenteil davon ist das Münchner Du, eine Kombination aus Du und Nachnamen, manchen geläufig aus der Schulzeit. Jeden betrifft die sprachliche Gratwanderung zwischen den persönlichen Fürwörtern "Du" und "Sie". Wer darf wen duzen?

Welcher ist der geeignete Moment für den Wechsel? In der niederländischen Übersetzung des deutschsprachigen E-Mail-Romans "Gut gegen Nordwind" des Wiener Autors Daniel Glattauer sind die Protagonisten von Anfang an per Du, ganz anders als im Deutschen.

Knifflig wird das Sprachspiel auch beim Synchronisieren von englischsprachigen Filmen. Als Faustregel gilt dabei: Der Wechsel auf Du findet beim ersten Kuss statt.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Freistil

Pick Up ArtistsMit Verführungskünstlern auf der Jagd

Eine Frau mit einem teilweise transparenten Rock steht mit High-Heels an einer rot beleuchteten Bar und unterhält sich mit einem Mann.

"Ich tanze eine HB8 an, mein Wing approached die andere. Richtig gute Targets." Pick-Up-Artist sein, das heißt Frauen aufreißen mit System. Die Verheißung, jede Frau rumzukriegen, wenn man ein paar Psycho-Tricks lernt, macht schüchternen Durchschnittsmännern Hoffnung.

PhilosophieWas übrig bleibt, wenn nix übrig bleibt - Über das Nichts

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Skulptur "Der Denker" aus dem Jahre 1904 des berühmten französischen Bildhauers, Grafikers und Malers Auguste Rodin

Wenn Nichts nichts ist, was ist es dann? Nichts oder Etwas? Beantworten lässt sich diese Frage nicht. Deshalb verbannten Philosophen die Frage als unlösbares Paradox. Dieser Umgang mit dem Nichts tauge nichts, meint der Philosoph Ludger Lütkehaus.

EsskulturWir Gastrosexuellen - Eine Aufklärung

Auf dem Teller ist Hummer auf grünem Apfelgelee mit Kaviar angerichtet, gekocht von Sternekoch Norbert Niederkofler.

Gastrosexualität? Was ist denn das? Eine Krankheit? Nein, es ist die Leidenschaft von Männern, die mit kompliziertem Werkzeug und nahezu wissenschaftlichem Anspruch ihre Privatküchen zu einem Schlachtfeld der Kulinarik und eigenen Identitätsfindung machen.