Freistil / Archiv /

 

Zauber-App und Unkenzehe

Moderne Hexen

Von Philipp Jusim

Eine symbolische "Hexe" wird auf der Spitze eines traditionellen Hexenfeuers in Göda bei Bautzen verbrannt.
Eine symbolische "Hexe" wird auf der Spitze eines traditionellen Hexenfeuers in Göda bei Bautzen verbrannt. (picture alliance / dpa / Arno Burgi)

Seit es Mythen und Märchen gibt, haben Hexen die Vorstellung der Menschen beflügelt. Nicht nur in deutschen Volksmärchen wie Hänsel und Gretel tauchen sie auf. Sobald Tiere zu sprechen beginnen und geheimnisvolle Dinge geschehen, sind auch die Hexen nicht weit.

Die Wirkung der unheimlichen Figur war so stark, dass man vermeintliche Hexen auch im realen Leben verfolgte, in Deutschland bis ins späte 18. Jahrhundert. Dieses Image hat sich mittlerweile wieder gewandelt, wie ein Blick in die Gegenwart zeigt.

Das Geschäft mit der Hexerei boomt. Jeder könne Hexenzauber erlernen, behauptet die bekennende Wicca-Hexe Lexa Rosean. Den Geldzauber mit grünem Gemüse oder den Liebeszauber mit Erdbeerbowle kann man zu Hause mit einfachen Supermarkt-Zutaten nachmachen.

Künstler, die Inspiration suchen, und spirituell Bedürftige, die es nach einer Alternative zur Religion verlangt, nehmen an Hexenseminaren teil. Die bietet Hexe Stefanie Glaschke aus Mönchengladbach übers Internet an. Doch wie steht eigentlich die christliche Kirche, die die vermeintliche Hexerei jahrhundertelang bekämpft hatte, zu solchen Entwicklungen?


Regie: Robert Steudtner
DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Freistil

Themenwoche "Ware Welt"Wer hat das Sagen im öffentlichen Raum?

Überwachungskameras an einer Hauswand des Schleswig-Holsteinischen Landtags in Kiel.

Vor der eigenen Haustüre beginnt der öffentliche Raum. Eigentlich gehört er uns allen, doch er wird beherrscht von Straßenverkehr, Hinweisschildern, Plakaten und Überwachungskameras. Kommerzielle und politische Interessen dominieren ihn zunehmend.

Themenwoche "Ware Welt"Genug ist nie genug - Von der alltäglichen Gier

Auf einem Bauzaun ist in großen Buchstaben "Gier frisst Hirn" geschrieben.

Gierige Banker sind in aller Munde. In regelmäßigen Abständen gesellen sich reiche Steuerhinterzieher hinzu. Aber dann gibt es auch noch die "Normalos", die die Putzfrau schwarz beschäftigen, die Versicherung betrügen oder die Steuererklärung ein bisschen frisieren.

ZuckerDie Achse des Süßen - Eine kleine Kulturgeschichte des Zuckers

Ein Stück Zucker fällt in eine Tasse Kaffee.

Er kann trösten, aber auch terrorisieren: der Zucker. Er ist fast immer da, wenn wir ihn brauchen, aber oft auch, wenn wir ihn gar nicht haben wollen, zum Beispiel wenn er sich in der Wurst oder im Brot versteckt.