Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Zurück auf Start

Die Alzheimerforschung setzt auf Frühbehandlung

Von Thomas Liesen

Die Heilungsaussicht ist bislang gering: Eine Alzheimer-Patientin mit Pflegerin (AP)
Die Heilungsaussicht ist bislang gering: Eine Alzheimer-Patientin mit Pflegerin (AP)

Seit Jahrzehnten sucht die Forschung fieberhaft nach einem Heilmittel gegen Alzheimer. Bis heute erfolglos. Gerade in jüngster Zeit häufen sich die Fehlschläge. Pharmakonzerne schreiben Hunderte von Millionen Euro ab, weil ihre Medikamente die Symptome nicht lindern, sondern im Gegenteil den Zustand der Patienten noch verschlechtern. Und so steht die Alzheimerforschung vor einem Paradigmenwechsel, notgedrungen.

Alzheimer diagnostizieren, bevor der Nervenzelltod im Gehirn beginnt, lautet die Devise. Das heißt: Fünf, vielleicht aber auch zehn oder 20 Jahre, bevor sich erste, leise Gedächtnisprobleme zeigen. Und dann therapieren, vielleicht sogar mit den Mitteln, die bisher versagt haben. Ausgerechnet jene Betroffene, die die Erkrankung am schlimmsten trifft, werden dabei zu Hoffnungsträgern für die Alzheimerforschung, Yvonne Herber zum Beispiel, die mit nur 42 Jahren erkrankt ist.

"Manuskript zur Sendung:"

Zurück auf Start

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

Erkenntnisfortschritt bei der Alzheimertherapie - Kleinere Eiweißablagerungen im Gehirn sind gefährlicher als große Verklumpungen
(Forschung Aktuell vom 31.10.2011)

Zwickmühle der Alzheimerforschung - Zur Wirksamkeit einer vorbeugenden Medikation
(Forschung Aktuell vom 25.10.2011)

Geliehene Immunität - Impfung gegen Alzheimer nimmt neuen Anlauf
(Forschung Aktuell vom 26.08.2011)

Mit Fresszellen gegen Alzheimer - Neue Behandlungsmethode zeigt im Tierversuch erste Erfolge
(Sprechstunde vom 23.08.2011)

Schmerzmittel gegen Unruhe - Neuer Ansatz in der Alzheimer-Behandlung
(Sprechstunde vom 09.08.2010)

Erhöhtes Risiko - Erst eine Depression und später dann Alzheimer? (Sprechstunde vom 06.07.2010)

Schwerpunktthema: Alzheimer - Der langsame Abschied
(Sprechstunde vom 08.06.2010)

Immungobuline gegen Alzheimer? - Forscher entdecken positive Nebenwirkung einer Abwehrmolekül-Therapie
(Sprechstunde vom 28.07.2009)


Links ins Netz:

Dominantly Inherited Alzheimer Network

Psychiatrische Klinik der Uni Frankfurt

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Bonn

Dorf des Vergessens: In Kolumbien behandelt ein Arzt erstmals junge Alzheimer Patienten mit den bislang erfolglosen Medikamenten

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

MedizinRettende Inseln

(dpa/picture alliance)

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Früher eher selten, nehmen die Zahlen vor allem bei Kindern und Jugendlichen dramatisch zu. Die moderne Insulintherapie ermöglicht ihnen in den allermeisten Fällen ein normales Leben, doch die Patienten müssen schon sehr viel tun, um gesund alt zu werden. Es ist ein täglicher Kampf um die guten Zuckerwerte.

Medizin Versuch und Irrtum - Ebola-Studien im Eilverfahren

Ein afrikanischer Arzt in Schutzanzug verabreicht einem anderen Mann eine Spritze. (picture alliance / dpa / Alex Duval Smith)

Im Sommer 2014 explodieren die Ebola-Zahlen in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Die Epidemie ist verheerend - aber auch eine Chance für die Forschung. Denn jetzt, mitten im größten je erlebten Ausbruch, lässt sich prüfen, wie wirksam Medikamente und Impfstoffe gegen Ebola sind.

BiologieDie Abschaffung der Gene

DNA-Stränge aus Pflanzenblättern (Zeichnung) (imago / Science Photo Library)

Die Gene sind das, was wir von unseren Vorfahren mit auf den Weg bekommen haben. Sie halten uns gesund, machen uns krank, sagen unsere Zukunft voraus, und sie haben im Essen nichts verloren. Jeder scheint zu wissen, was Gene sind. Nur die Wissenschaftler, die es am besten wissen müssten, die Genetiker, wissen es nicht mehr so recht.