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StartseiteAtelier neuer MusikEberhard Klemms Spurensuche nach Stefan Wolpe27.04.2019

100 Jahre Bauhaus und die MusikEberhard Klemms Spurensuche nach Stefan Wolpe

Am Weimarer Bauhaus lehrten keine Komponisten. Aber es gab eine Bauhauskapelle und Arnold Schönberg sorgte für Diskussionsstoff. Der 19-jährige Stefan Wolpe, Sympathisant der Berliner Dada-Bewegung, schlug künstlerisch Brücken. Eberhard Klemms Studien dazu sind bis heute wenig bekannt.

Von Gisela Nauck

(Gisela Nauck)
Stets umgeben von Büchern: Eberhardt Klemm Mitte der 60er Jahre (Gisela Nauck)

Der Leipziger Musikwissenschaftler Eberhard Klemm begegnete Stefan Wolpe bei den Darmstädter Ferienkursen Ende der 1950er Jahre und war sehr beeindruckt von ihm. Erst 1985 konnte Klemm – nunmehr Leiter des Eisler-Archivs der Akademie der Künste DDR und damit Reisekader – mit Forschungen zu Wolpes Leben und Werk beginnen.

Klemm sah den Komponisten als Bindeglied zwischen den Bauhausideen und der zeitgenössischen Musik. Seine Studien bei den Bauhaus-Meistern Itten, Klee und Kandinsky aber beeinflussten Wolpes Musik ebenso wie der Dadaismus. "Extreme Situationen" herzustellen, war seine Devise. Gisela Naucks Sendung dokumentiert Forschungen Eberhard Klemms, der Wolpe schließlich als avantgardistische Parallele zur Schönberg-Schule verstand.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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