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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"Tagtäglich gegen Antisemitismus stellen"

Aufsicht auf einen jungen Juden, mit einer farbenfrohen Kippa auf dem Kopf, er liest im Talmud. (Getty / EyeEm)
Jüdisches Leben in Deutschland (Getty / EyeEm)

Juden in Deutschland leben nach wie vor in Unsicherheit.

Darauf hat die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Rebecca Seidler, hingewiesen. Wir sitzen nicht auf gepackten Koffern, aber es gibt Momente, wo wir uns immer wieder vergewissern, wo diese Koffer stehen, sagte Seidler im Deutschlandfunk. Das Festjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" solle deshalb vor allem positive Einblicke in jüdisches Leben geben, um Antisemitismus und Vorurteilen zu begegnen.

Seidler lobte die Arbeit des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Klein. Dadurch werde eine kontinuierliche Auseinandersetzung angestoßen. Letztlich sei aber die Gesamtgesellschaft gefordert, sich tagtäglich gegen Antisemitismus, Rassimus und andere Formen der Fremdenfeindlichkeit zu stellen. - Mit einer aufgezeichneten Ansprache von Bundespräsident Steinmeier wird am Nachmittag in der Synagoge von Köln das Jubiläumsjahr eröffnet. Es erinnert an ein Ereignis aus dem Jahr 321. Damals erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, das es Juden gestattete, in Köln städtische Ämter zu übernehmen. Die Urkunde gilt als ältester Beleg für die Existenz jüdischen Lebens in Deutschland.

Diese Nachricht wurde am 22.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.