Ärmelkanal27 Tote bei Untergang von Flüchtlingsboot

Beim Untergang eines Flüchtlingsboots im Ärmelkanal sind nach Angaben des französischen Innenministeriums aus der Nacht 27 Menschen ums Leben gekommen. Präsident Macron hatte zuvor von 31 Toten gesprochen.

25.11.2021

Migranten sitzen dicht gedrängt in einem Schlauchboot auf dem Ärmelkanal. Im Hintergrund ist die felsige Küste von Cap Blanc-Nez.
Migranten in einem Schlauchboot im Ärmelkanal südlich von Calais - Archivfoto (dpa/Pascal Bonniere/MAXPPP)
Das Boot kenterte nach Darstellung der französischen Polizei vor der Küste nahe Calais. Zwei Menschen überlebten, vier mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft in Dünkirchen nahm Ermittlungen wegen Totschlags auf. Frankreichs Premierminister Castex sprach von einer Tragödie. Der britische Premierminister Johnson äußerte sich schockiert und betrübt.
Nach offiziellen französischen Angaben haben seit Jahresbeginn mehr als 31.000 Migranten versucht, von Frankreich über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. Dies sorgt für erhebliche Spannungen zwischen Paris und London. So wirft die britische Regierung Frankreich vor, nicht genug zu tun, um die Menschen von der gefährlichen Überquerung des Ärmelkanals abzuhalten.
Diese Nachricht wurde am 25.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.