Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

30 Jahre Deutsche EinheitJahresbericht: "Große Demokratiedefizite im Osten"

Berlin: Marco Wanderwitz (CDU), Ostbeauftragter der Bundesregierung, zeigt bei der Vorstellung den Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit 2020. (Christophe Gateau/dpa)
Jahresbericht 2020 zum Stand der Deutschen Einheit (Christophe Gateau/dpa)

Im neuen Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit werden bei vielen Menschen in Ostdeutschland große Demokratiedefizite festgestellt.

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Wanderwitz, sagte bei der Vorstellung des Berichts in Berlin, auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sei die Unkenntnis über demokratische und politische Prozesse teilweise gravierend. "Diktatur-sozialisiert" verlangten viele Ostdeutsche immer noch nach einem starken Staat. Wanderwitz kritisierte, ein Fehler im Wiedervereinigungsprozess sei die Vernachlässigung der politischen Bildung gewesen. Die Menschen im Osten hätten sich praktisch autodidaktisch beibringen müssen, was Demokratie sei und wie sie funktioniere.

Grundsätzlich sei das Zusammenwachsen von Ost- und Westdeutschland in den vergangenen 30 Jahren jedoch eine Erfolgsgeschichte, betonte der Regierungsbeauftragte. An vielen Stellen gebe es keine messbaren Unterschiede mehr, man finde mehr Gemeinsames als Trennendes.

Diese Nachricht wurde am 18.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.