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StartseiteDeutschland heuteMeine ganz persönliche Wende17.09.2019

30 Jahre Mauerfall Meine ganz persönliche Wende

Am Abend des 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Unsere 16 Landeskorrespondenten berichten, wie sie den Mauerfall und die Zeit davor und danach erlebt haben – ob als Demonstrant der DDR-Opposition, im tiefen Westen vor dem Fernseher, als Korrespondentin in Brüssel oder noch als Kind.

Eine Hand umgreift ein erhaltenes Teilstück der Berliner Mauer. (imago / Winfried Rothermel)
Ein Stück der Mauer: Die East-Side-Gallery in Berlin ist weltberühmt (imago / Winfried Rothermel)

Viele Menschen werden sich erinnern, was sie am Abend des 9. November 1989 gemacht haben – als die Berliner Mauer fiel. Zwischen Schabowski-Pressekonferenz und "Wir sind das Volk"-Rufen lagen sich Menschen aus Ost und West in den Armen – das damals wohl "glücklichste Volk der Welt".

30 Jahre Mauerfall - persönlicher Blick unsere Landeskorrespondenten

Unsere Landeskorrespondenten und Landeskorrespondentinnen aus den 16 Bundesländern berichten, wie sie den Mauerfall und die Zeit davor und danach erlebt haben:

Felicitas Boeselager - Bremen

Ein Foto zeigt die Deutschlandfunk-Autorin Felicitas Boeselager als Kind (Deutschlandradio /  Felicitas Boeselager) (Deutschlandradio / Felicitas Boeselager) 30 Jahre Mauerfall - Aufgewachsen im vereinten Deutschland
Unsere Bremer Korrespondentin Felicitas Boeselager zählt zur jungen Generation der Wendekinder, die in der Zeit nach dem Mauerfall oder kurz davor geboren sind. Für die Serie zu 30 Jahre Mauerfall hat sie sich bei Freunden umgehört und festgestellt, dass das Thema oft ausgeblendet wurde.

Uschi Götz - Baden-Württemberg

Klinik Intensivstation Charité (dpa / picture alliance / Stephanie Pilick) (dpa / picture alliance / Stephanie Pilick)30 Jahre Mauerfall - Bewusstlos, als die Mauer fiel
Jubelnde Massen, Menschen, die sich in den Armen liegen, grenzenlose Begeisterung: Dlf-Landeskorrespondentin Uschi Götz hat davon 1989 nichts mitbekommen. Denn am 9. November, als die Mauer fiel, lag sie nach einem Unfall im Koma. Als sie wieder erwachte, hatte sich die Welt verändert.

Claudia van Laak - Berlin

Szene auf dem sogenannten "Anger", einem weitläufigen Platz in der thüringischen Stadt Erfurt. Aufnahme vom 31.01.1990. (picture alliance / Kai-Uwe Wärner) (picture alliance / Kai-Uwe Wärner) Als Reporterin im Rundfunk der DDR
Zentrale Wohnraum-Lenkung, Thüringer Rostbratwurst und Telefonistinnen, die Leitungen per Hand stecken: Claudia van Laak zog als eine der ersten Westlerinnen nach dem Mauerfall nach Thüringen. Die heutige Leiterin des Landesstudios Berlin tauchte damit in eine für sie fremde Welt ein.

Dietrich Mohaupt - Niedersachsen

Besucher auf dem Brocken-Gipfel bei tiefstehender Sonne über dem Gipfel-Plateau des Berges (picture alliance / Klaus-Dieter Gabbert) (picture alliance / Klaus-Dieter Gabbert)Sehnsuchtsort Brocken
Der Brocken lag für Westdeutsche jahrzehntelang unerreichbar hinter dem Eisernen Vorhang. Auch DDR-Bürger durften den Gipfel mit Spionageanlagen nicht betreten. Dietrich Mohaupt erinnert sich mit seiner Tante an die erste Wanderung auf den Brocken, im Dezember 1989.

Henry Bernhard - Thüringen

Vergilbte Briefe (Deutschlandradio / Henry Bernhard ) (Deutschlandradio / Henry Bernhard )Die Angst lief bei den Demos mit
Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Entwicklungen, die zum Untergang der DDR führten. Ab September 1989 fanden Demonstrationen der Bürgerrechtsbewegung statt. Unser Landeskorrespondent für Thüringen war mit dabei.

Axel Schröder - Hamburg

Der US-Amerikaner Johnny Workman auf dem Höhbeck, wo einst eine Abhöreinrichtzung des US-Geheimdienstes NSA stand (Deutschlandradio / Axel Schröder) (Deutschlandradio / Axel Schröder)Johnny Workman – Bademeister und US-Spion
Breiter Akzent, kräftig gebaut, immer gute Laune. So lernte Dlf-Landeskorrespondent Axel Schröder als 15-Jähriger den Bademeister Johnny Workman kennen. Was er damals nicht weiß, der US-Amerikaner aus San Diego war vorher ein Spion.

Christoph Richter - Sachsen-Anhalt

Einen Tag nach der Grenzöffnung in Berlin feiern tausende Menschen auf, vor und hinter der Berliner Mauer am Brandenburger Tor, aufgenommen am 10. November 1989 auf West-Berliner Seite. Die innerdeutsche Grenze, die das Land seit 1961 geteilt hat, hört praktisch auf zu existieren. Es wird allerdings noch mehrere Wochen dauern, bis auch am Brandenburger Tor, dem Berliner Wahrzeichen, die Mauer für einen Grenzübergang geöffnet wird. | Verwendung weltweit (picture alliance / Peter Zimmermann) (picture alliance / Peter Zimmermann)Als Staatsfeind zurück in den Osten
Am 9. November 1989 fuhr Christoph Richter, mit fünf anderen in einem Fiat Panda, Richtung deutsch-deutsche Grenze. Der frühere DDR-Bürger war voller Panik: Ende der 80er-Jahre aus der DDR geflohen, wusste er nicht, was ihn nun erwarten würde. Richter, heute Dlf-Korresponent, erinnert sich.

Silke Hasselmann - Mecklenburg-Vorpommern

 Blick ins Studio Der ostdeutsche Sender Jugendradio DT64, neben Rias 2 beliebtester Jugendsender, war zum Deutschlandtreffen der Jugend 1964 ins Leben gerufen worden. Daher die Bezeichnung DT64. (picture alliance/dpa/Jan Bauer) (picture alliance/dpa/Jan Bauer)Strafversetzt im linientreuen DDR-Hörfunk
Den Mauerfall erlebte Dlf-Landeskorrespondentin Silke Hasselmann in der DDR – als Redakteurin in einer linientreuen Hörfunkredaktion. Dorthin war sie zuvor strafversetzt worden. Zum Verhängnis wurde ihr eine subtile Regimekritik während einer Livesendung beim populären DDR-Jugendsender DT 64.

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