Mittwoch, 27.10.2021
 
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Eine Grafik zur Veranstaltungsreihe "55 Voices for Democracy" zeigt eine Schwarzweiß-Aufnahme von Literaturnobelpreis-Träger Thomas Mann um 1940 mit Manuskript vor historischem Mikrofon bei der Aufnahme einer seiner BBC-Radio-Ansprachen  "Deutsche Hörer!"  (Thomas Mann House Los Angeles)

Zwischen 1940 und 1945 hielt der exilierte Schrifsteller Thomas Mann auf Bitten der britischen BBC über 50 Radioansprachen unter dem Titel "Deutsche Hörer!". Aus einem Radiostudio in L.A. erreichte er so monatlich Tausende Hörer in Deutschland und besetzten Gebieten mit seinem Appell zum Widerstand gegen das NS-Regime. In der Nachfolge dieses bedeutenden Mahners aus dem Exil hat das Thomas Mann House im Oktober 2019 die Reihe "55 Voices for Democracy" gestartet. Jeden Monat halten renommierte Menschen des intellektuellen Lebens eine Rede über die Demokratie in Thomas Manns Arbeitszimmer in Pacific Palisades, Kalifornien

Publizist Jan Philipp ReemtsmaDemokratie als minimaler Schutz vor Grausamkeit

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US-Historiker Timothy SnyderZurück in eine Politik der Zukunft

Demokratie braucht eine Idee der Zukunft, doch genau die sei uns abhandengekommen, mahnt der US-Historiker Timothy Snyder. Für ihn eine Ursache - und mögliche Lösung: das Internet.

Urbanistin Ananya RoyMenschen retten - nicht den Kapitalismus

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Politologe Francis Fukuyama"Wir sind in einer globalen Demokratie-Krise"

Auch in gefestigten Demokratien würden Gewaltenteilung und Bürgerrechte unterwandert, beobachtet der Politologe Francis Fukuyama. Zum Auftakt einer neuen Reihe politischer Reden in der Tradition Thomas Manns warnte Fukuyama vor Tendenzen der Entdemokratisierung.

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