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StartseiteAtelier neuer Musik"Klang, Stille, Schrei. Mehr haben wir nicht"10.03.2018

80. Geburtstag des Komponisten Hespos"Klang, Stille, Schrei. Mehr haben wir nicht"

Hans-Joachim Hespos rüttelt gern mit seiner Musik auf: Interpreten treibt er über ihre Grenzen, das Publikum reißt er aus dem Gewohnten. Warum? Weil für ihn das Kostbarste, das wir haben, auf dem Spiel steht.

Von Barbara Eckle

Hans-Joachim Hespos während einesPodiumsgesprächs an der Folkwang Universität der Künste (8. Juni 2010) (Stefan Drees)
Der Komponist Hans-Joachim Hespos 2010 (Stefan Drees)

Die Angabe "mezzoforte" sucht man bei ihm vergeblich. Hans-Joachim Hespos ist ein Mann der Extreme: In seinen Stücken ist es sehr laut, sehr leise oder vollkommen still. Auch der Weg des heute 80-jährigen Komponisten verlief nicht durch die Mitte. Komponieren lernte er autodidaktisch. Im Hauptberuf unterrichtete er, an der Volksschule in Delmenhorst nahe Bremen.

Die 1960er Jahre brachten ihm den Durchbruch. Wie ein Protestschrei hallte die kompromisslose, archaische Wucht seiner Musik durch die Welt der Nachkriegsavantgarde. Bis heute rüttelt Hespos Musiker und Publikum wach, fordert sie auf, ihre Erfahrungshorizonte radikal zu erweitern und nicht meinungslos zu akzeptieren, dass Musik zum reinen Konsumgut wird.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage in unserer Mediathek.

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