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80 Jahre Überfall auf SowjetunionSteinmeier fordert mehr Anerkennung für Millionen Opfer

Brände und Soldaten der deutschen Wehrmacht kurz nach dem Grenzübertritt auf dem Vormarsch Richtung Osten. (dpa- Zentralbild)
Brände und Soldaten der deutschen Wehrmacht kurz nach dem Grenzübertritt auf dem Vormarsch Richtung Osten. (dpa- Zentralbild)

Bundespräsident Steinmeier hat zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die damalige Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg an die Millionen Opfer erinnert.

Steinmeier sagte in Berlin, der deutsche Krieg sei eine mörderische Barbarei gewesen. Er forderte, das Leid der Bevölkerung in der Sowjetunion stärker in den Blick zu rücken und anzuerkennen. Niemand habe im Zweiten Weltkrieg so viele Opfer zu beklagen gehabt wie deren Völker.

Steinmeiers Rede war die zentrale Ansprache in einer Reihe von Veranstaltungen zum Jahrestag. Der Bundespräsident sprach im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst. Der ukrainische Botschafter Melnyk boykottierte die Gedenkveranstaltung und bezeichnete es als Affront gegenüber seinem Land, dass sie in dem Museum stattfindet. Das Bundespräsidialamt bedauerte die Absage, wies die Kritik an der Ortswahl aber zurück.

Die deutsche Wehrmacht hatte die Sowjetunion am 22. Juni 1941 überfallen.

Diese Nachricht wurde am 18.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.