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AbgasversucheHendricks entsetzt über Tests mit Menschen und Affen

Barbara Hendricks (imago /ZumaPress)
Bundesumwelltministerin Hendricks ist entsetzt über Abgas-Versuche mit Menschen und Affen (imago /ZumaPress)

Bundesumweltministerin Hendricks hat mit Entsetzen auf die Abgasttests der Autobranche an Menschen und Affen reagiert.

Die Hintergründe dieses Skandals gehörten jetzt rasch auf den Tisch, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Es sei hinreichend
belegt, dass Stickoxide gesundheitsschädlich für den Menschen seien. Dass eine ganze Branche nun anscheinend versucht habe, sich mit dreisten und unseriösen Methoden wissenschaftlicher Fakten zu entledigen, sei ungeheuerlich. Hendricks nannte es zugleich erschütternd, dass sich offenbar Wissenschaftler für die Begleitung solcher Experimente zur Verfügung gestellt hätten. - Kritik kam auch vom niedersächsischen Wirtschaftsminister und VW-Aufsichtsrat Althusmann. Der CDU-Politiker verlangte ebenfalls eine umfassende Aufklärung und personelle Konsequenzen für die Verantwortlichen.

Medienberichten zufolge hat der von Volkswagen, Daimler, BMW und Bosch gegründete und inzwischen aufgelöste Lobbyverband EUGT die Auswirkung von Autoabgasen nicht nur an Affen, sondern auch an Menschen getestet. In einem Institut der Uniklinik Aachen haben 25 Probanden demnach mehrere Stunden lang in unterschiedlichen Konzentrationen Stickstoff-Dioxid eingeatmet. Laut EUGT wurde bei anschließenden Untersuchungen keine Wirkung festgestellt.

Diese Nachricht wurde am 29.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.