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StartseiteLänderzeitViele Ostdeutsche fühlen sich weiterhin als Bürger 2. Klasse07.03.2018

Abgehängt und vergessen?Viele Ostdeutsche fühlen sich weiterhin als Bürger 2. Klasse

Noch sind die zukünftigen Minister der neuen Bundesregierung nicht offiziell ernannt: Doch Medien berichten, es werde wohl ein Kabinett ohne Ostdeutsche. Eine weitere Bestätigung dafür, dass die Menschen in den neuen Bundesländern gesellschaftlich nicht ausreichend wahrgenommen und wertgeschätzt werden?

Am Mikrofon: Andreas Beckmann

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Eine Schautafel aus der Ausstellung "25 Jahre Fall der Berliner Mauer" in den Potsdamer Platz Arkaden am 18.09.2014 in Berlin zeigt die Grenzen der beiden deutschen Staaten vor der Wiedervereinigung.  (picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)
Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum kam vor einigen Monaten zu dem Schluss, dass es bei Bürgern Ostdeutschlands eine Art "Vereinigungstrauma" gibt. (picture-alliance / dpa / Jens Kalaene)
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Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum kam vor einigen Monaten zu dem Schluss, dass es bei Bürgern Ostdeutschlands eine Art "Vereinigungstrauma" gebe, das durch Jobverluste und fortwährende Unterordnung unter Führungskräfte aus dem Westen ausgelöst worden sei und bis heute anhalte.

Der Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, spricht gar von der "Dominanz der Westdeutschen als kulturellem Kolonialismus". Ist also etwas dran am Gefühl vieler Ostdeutscher, weiterhin abgehängt und in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht ausreichend repräsentiert zu sein?

Darüber wollen wir mit unseren Gästen diskutieren. Und fragen auch Sie: Teilen Sie solche Einschätzungen?

Live aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin

Gesprächsgäste:

  • Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Berlin
  • Dr. h. c. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D., Berlin
  • Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Direktor des Instituts für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung, Hochschule Zittau/Goerlitz
  • Sabine Rennefanz, Autorin und Redakteurin, Berliner Zeitung
  • Jan Otto, Erster Bevollmächtigter, IG Metall Ostsachsen, Bautzen
  • Dr. Katrin Cholotta, Netzwerk 3. Generation Ost, Berlin

Sie können sich an dieser Sendung beteiligen unter  00800 44 64 44 64 oder per Mail: laenderzeit@deutschlandfunk.de

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