Die Nachrichten
Die Nachrichten

ADACCorona-Trend zu "Cocooning"-Urlaub - am liebsten unter sich

Ein Trekkingplatz im Nationalpark Eifel mit einem Zelt auf einer Holzplattform. (picture alliance / dpa / Rheinland-Pfalz Tourismus)
Urlaub machen? In Corona-Zeiten offenbar gerne allein. (picture alliance / dpa / Rheinland-Pfalz Tourismus)

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum abgeschotteten Urlaub beflügelt.

Viele Touristen haben nach einer Analyse des ADAC in den Sommerferien versucht, den Kontakt zur Mitmenschheit zu reduzieren - und zwar sowohl bei der Anreise als auch bei der Wahl der Unterkunft. "Man will jetzt auch auf der Reise unter sich sein, vielleicht sogar allein sein", sagte ADAC-Tourismusvorstand Karlheinz Jungbeck in München. Dies gelte für alle Preissegmente: "Von Zelturlaub und Hausboot bis zu Jachtcharter und Flügen im Privatjet." Dies führt nach Jungbecks Worten mittlerweile vor allem beim Camping zu Kapazitätsproblemen, weil die Nachfrage größer sei als das Angebot.

Längere Staus als vor Corona

Ein weiteres Indiz für das sogenannte "Cocooning": Viele Urlauber bevorzugten das eigene Auto, so dass es nach ADAC-Daten sogar mehr Staus gab als vor Beginn der Pandemie. Nach Schätzung des Autoclubs summierten sich die Staus auf Deutschlands Autobahnen im Juli und August auf eine rekordverdächtige Gesamtlänge von 244.000 Kilometern - annähernd 80.000 Staukilometer mehr als im vergleichsweise ruhigen ersten Corona-Jahr 2020. Aber auch 2019 hatte der ADAC nur 221.000 Kilometer Stau gemessen. "Der Pkw hat eine echte Renaissance erlebt", so Jungbeck.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

In unserem Nachrichtenblog finden Sie einen regelmäßig aktualisierten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen. Lesen Sie auch:

+ Lage: Infektionszahlen in Deutschland (Stand 15.09.)

+ Impfung: Ist die Booster-Impfung sinnvoll? (Stand 14.09.)

+ Infektionsgeschehen: Wofür die "Hospitalisierungsrate" steht (Stand 27.08.)

+ Urlaub: Liste der Risikogebiete (Stand 12.09.)

Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.