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ADFC zweifelt Ergebnis anRadfahrerinnen und Radfahrer gefährden sich laut Studie oft selbst

Ein Radfahrer befährt einen farblich abgesetzten Radweg auf der Kaiserstraße in der Innenstadt von Karlsruhe.  (imago / Ralph Peters)
Eine Fahrradspur in Karlsruhe (imago / Ralph Peters)

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zweifelt das Ergebnis einer Studie an, nach der sich Radfahrerinnen und Radfahrer im Straßenverkehr häufig selbst in Gefahr bringen.

Wenn man den Verkehr als Ganzes anschaue, begingen Menschen in Autos „den Löwenanteil der Fehler“, heißt es in einer Mitteilung der Organisation. Bei Kollisionen zwischen Fahrrad und Lkw liege die Schuld sogar in 80 Prozent der Fälle bei der Person im Lkw.

Die Forscherin Meike Jipp vom Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig hatte dagegen dem Magazin „Der Spiegel“ gesagt, Menschen auf Fahrrädern verletzten häufiger Verkehrsregeln als solche in motorisierten Fahrzeugen. Für ihre Studie wurden an einer viel befahrenen Kreuzung Kameras angebracht. Das Institut entwickelte ein System, das per Kameraüberwachung automatisch drohende Gefahrensituationen erkennt und sofort ein Blinklicht am Straßenrand aktiviert, um Autofahrerinnen und Autofahrer zu warnen. Kollisionen beim Abbiegen könnten durch die Blinklichtanlage vermieden werden, sagte Jipp. Die Gefahren eines toten Winkels würden damit größtenteils gebannt.